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10.01.2011

07:10 Uhr

Jonathan Browning

Ein Brite soll für VW Amerika erobern

VonAstrid Dörner

Jonathan Browning soll dem US-Geschäft von Volkswagen endlich zum Durchbruch verhelfen. Bis 2018 will er den Absatz von VW und Audi in den USA auf eine Million Fahrzeuge mehr als verdreifachen.

Jonathan Browning mit Model Heidi Klum bei der Präsentation des VW Eos auf der Auto Show in Los Angeles Reuters

Jonathan Browning mit Model Heidi Klum bei der Präsentation des VW Eos auf der Auto Show in Los Angeles

WASHINGTON. Es ist die größte Party des Abends in Detroit. Einen Tag bevor Amerikas wichtigste Automesse beginnt, hat Volkswagen Gäste aus aller Welt eingeflogen, um den neuen Midsize Sedan vorzustellen - einen Passat, der eigens für die USA entwickelt wurde. Im Rampenlicht steht Jonathan Browning, der neue Hoffnungsträger von VW, der auf dem US-Markt endlich den lang ersehnten Erfolg bringen soll."Dieses Jahr ist das wichtigste für Volkswagen in Amerika. Und diese Woche wird eine der wichtigsten im ganzen Jahr", stellt der USA-Chef von VW kurz vor der Weltpremiere klar.

Der große, sportliche Mann spricht ruhig und mit besonnener Stimme, macht dazu kontrollierte Handbewegungen. Staatsmännisch wirkt der 51-jährige Brite, wie ein Kontrastprogramm zu vielen amerikanischen Managern, die mit breitem, aufgesetztem Lächeln euphorische Kampfesreden halten.

Browning hat ehrgeizige Ziele: Die Kernmarke Volkswagen soll in diesem Jahr um 17 Prozent wachsen - deutlich stärker als der gesamte US-Automarkt, für den VW nur mit einem Plus von 13 Prozent rechnet. Bis 2018 will er den Absatz von VW und Audi in den USA auf eine Million Fahrzeuge mehr als verdreifachen. Gleichzeitig muss Browning VWs Bewertungen bei einflussreichen Verbrauchertests verbessern, um Europas größten Autobauer in Amerika wieder zu einer Größe zu machen. Eine Milliarde Dollar hat VW in ein Werk im Süden der USA investiert, in dem die neue Mittelklasse-Limousine gebaut wird. Ein Erfolg auf dem größten Pkw-Markt der Welt ist wichtig, um das von Vorstandschef Martin Winterkorn vorgegebene Ziel zu erreichen: 2018 will VW an Toyota vorbeiziehen und der größte Autobauer der Welt sein. "In Amerika müssen wir unsere Marke als deutsche Ingenieursarbeit etablieren, die sich viele leisten können", sagt Browning.

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