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17.09.2012

10:30 Uhr

Juli-Daten

Zahl der Beschäftigten in der Industrie gestiegen

Die deutsche Industrie stellt weiter ein. Im Juli waren mehr als fünf Millionen im Verarbeitenden Gewerbe tätig – der höchste Stand seit dreieinhalb Jahren. In einer Branche stieg die Mitarbeiterzahl besonders stark.

Mitarbeiter von Gildemeister: Der Maschinenbau verzeichnete im Juli die meisten neuen Beschäftigten. dpa

Mitarbeiter von Gildemeister: Der Maschinenbau verzeichnete im Juli die meisten neuen Beschäftigten.

BerlinTrotz wachsender Sorgen vor einem Konjunkturknick hat die deutsche Industrie die Zahl ihrer Mitarbeiter auf den höchsten Stand seit mehr als dreieinhalb Jahren geschraubt. Das Verarbeitende Gewerbe zählte im Juli rund 5,23 Millionen Beschäftigte und damit 129.000 oder 2,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. „Das ist der höchste Stand seit Ende 2008“, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Im Vergleich zum Vormonat gab es ein Plus von 0,5 Prozent oder 27.000.

Aufträge, Exporte und Produktion waren zuletzt überraschend gestiegen. Allerdings stellen sich die Chefs der Industriefirmen auf schlechtere Zeiten ein: Ihre Geschäftserwartungen sanken einer Ifo-Umfrage zufolge im August weiter, weil erstmals seit fast drei Jahren die Exportaussichten negativ bewertet wurden. Neben der Schuldenkrise auf dem wichtigsten Absatzmarkt Europa dürfte sich die Konjunkturabkühlung in großen Schwellenländern wie China negativ bemerkbar machen.

Maschinenbauer vorweg

Besonders stark stieg die Zahl der Beschäftigten im Maschinenbau: Hier gab es ein Plus von 4,5 Prozent. In der Metallindustrie nahm die Zahl der Mitarbeiter um 3,8 Prozent zu. Überdurchschnittliche Zuwächse meldeten auch die Fahrzeugindustrie (3,4 Prozent) und die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (3,0 Prozent). Geringere Zuwächse verzeichneten die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln mit 1,3 Prozent sowie von chemischen Erzeugnissen mit 0,7 Prozent.

Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden nahm im Vergleich zum Juli 2011 um 4,8 Prozent auf 680 Millionen zu. Allerdings zählte der Juli diesmal einen Arbeitstag mehr. Die Verdienste kletterten um 5,1 Prozent auf rund 19,2 Milliarden Euro. In der Statistik werden nur Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes mit mindestens 50 Beschäftigten berücksichtigt.

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Von

rtr

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