Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.01.2005

10:00 Uhr

Jungfernflug soll Ende März stattfinden

Airbus setzt neue Maßstäbe in der Luftfahrt

Airbus will mit seinem neuen Riesenvogel "A 380 reveal" eine neue Ära der zivilen Luftfahrt eröffnen. Doch so riesig wie das Flugzeug sind auch die Risiken für Airbus. Am 18. Januar stellt der europäische Flugzeugbauer sein neues Flaggschiff in Toulouse der Weltöffentlichkeit vor.

HB TOULOUSE. Mit dem größten Passagierflugzeug aller Zeiten will Airbus eine neue Ära der Zivilluftfahrt eröffnen und den ewigen Rivalen Boeing dauerhaft auf Rang zwei verweisen. Der Airbus A380 für 481 bis 853 Passagiere setzt Maßstäbe von der Technik über die Fertigung und die Finanzierung bis zum Flughafenbau.

Zum „A380 reveal“ werden auch Bundeskanzler Gerhard Schröder und die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Großbritannien und Spanien erwartet. Airbus will den A380 in fünf Passagierversionen sowie einen Frachter für 150 Tonnen Nutzlast anbieten. Für Charterflieger wurden Modelle bis 853 Sitze ins Auge gefasst, doch es ist unsicher, ob jemals so große Flugzeuge geordert werden. Airbus preist daher lieber die Grundversion mit 555 Sitzen in drei Klassen an, die 281 Millionen Dollar kosten soll.

So riesig wie das Flugzeug sind auch die Risiken für Airbus. Das beginnt mit dem Markt: Wollen die Fluggesellschaften - und die Passagiere - überhaupt so große Maschinen? Boeing erschien das Risiko zu groß; der US-Konzern warf nach jahrelanger Vorplanung das Handtuch und wirbt lieber für seinen alten Jumbo 747. Ein Blick auf die Weltflughäfen zeigt aber, dass die Airbus-Kalkulation aufgehen könnte: Von Frankfurt über Dubai bis zu den Drehkreuzen in Fernost bereiten sich die Flughäfen mit Um- und Neubauten auf den A380 vor. In fünf Jahren wollen 60 Flughäfen fit sein für das A380-Zeitalter.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×