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29.07.2014

13:08 Uhr

Junker geht in Ruhestand

Autozulieferer Mahle muss sich neuen Chef suchen

ExklusivBei Deutschlands viertgrößtem Autozulieferer bahnt sich ein Chefwechsel an. Nach Informationen des Handelsblatts wird Heinz Junker Anfang 2015 in den Ruhestand gehen. Eine Debatte über die Nachfolge läuft bereits.

Der bisherige Mahle-Chef Heinz Junker wird offenbar 2015 seinen Posten abgeben. dpa

Der bisherige Mahle-Chef Heinz Junker wird offenbar 2015 seinen Posten abgeben.

StuttgartBei Deutschlands viertgrößtem Autozulieferer, dem Stuttgarter Kolbenhersteller Mahle, steht ein Führungswechsel bevor. Nach Informationen der Digitalzeitung Handelsblatt Live (Dienstagausgabe) aus Unternehmenskreisen soll Konzernchef Heinz Junker Anfang 2015 in den Ruhestand treten. Als heißer Kandidat für die Nachfolge gilt Jörg Stratmann. Der führt derzeit den 2013 von Mahle mehrheitlich übernommenen Klimaanlagenbauer Behr.

Junker wird im Dezember 65 Jahre alt. Auf Handelsblatt-Anfrage mochte er keine Stellung nehmen. „Dies entscheide nicht ich, sondern das ist Sache des Aufsichtsrats“, sagte er. Ein Mitglied des Aufsichtsrates bestätigte den bevorstehenden Wechsel: „Intern ist das eine klare Sache.“ Er gehe nicht davon aus, dass Mahle Ende 2015 noch den gleichen Chef habe. Im Personalausschuss laufe bereits die Debatte über Junkers Nachfolger.

Ob es tatsächlich Jörg Stratmann wird, ist nach Angaben des Aufsichtsrates nicht sicher. Allerdings halte die Geschäftsführung große Stücke auf ihn. Das zeige auch seine Entsendung zur neuen Tochter Behr, deren Integration intern als eine der heikelsten Aufgaben gilt.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

Nach der Übernahme von Behr ist der Mahle-Konzern mit einem Gesamtumsatz von rund zehn Milliarden Euro nach Continental, Bosch und ZF Friedrichshafen der viertgrößte Autozulieferer Deutschlands. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 65.000 Mitarbeiter.

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