Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.10.2013

17:01 Uhr

Juristische Altlast

Landgericht verschiebt Klagen gegen Porsche

Neue Überraschung im Justizmarathon zwischen Porsche und seinen Anlegern: Eigentlich sollten fünf Klagen vorm Landgericht verhandelt werden. Jetzt sind es wohl nur zwei. Damit zieht sich das Verfahren weiter hin.

Der neue Porsche Panamera S e-hybrid: Klagemarathon dauert an. Reuters

Der neue Porsche Panamera S e-hybrid: Klagemarathon dauert an.

BraunschweigIm Klagemarathon um die juristische Altlast aus der Übernahmeschlacht zwischen Volkswagen und der Porsche-Holding gibt es abermals überraschende Verzögerungen. Anstatt wie geplant nächsten Mittwoch fünf Klagen weiter zu verhandeln, beschränkt sich das Landgericht Braunschweig nun auf nur zwei der fünf Verfahren. Der weitere Zeitplan für die drei aufgeschobenen Schadenersatzklagen hänge in der Luft, da zunächst noch über einen Streit um Beschwerden der Kläger zu entschieden sei.

Unter den drei Fällen (5 O 2068/12, 5 O 2077/11 und 5 O 3086/11) ist auch die Klage aus dem Merckle-Firmenimperium (5 O 2068/12). Wann es neue Termine für die drei Fälle geben könnte, ist derzeit unklar.

In Braunschweig geht es um insgesamt sechs teils milliardenschwere Schadenersatzklagen, von denen eine (5 O 552/12) seit kurzem in einem Zuständigkeitsstreit zwischen den Landgerichten Braunschweig und Hannover festhängt. Das Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig soll das klären. Dasselbe OLG muss sich den Angaben zufolge nun auch um die Beschwerden in den drei verschobenen Fällen kümmern.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Auslöser der Verzögerung ist ein Wunsch der klagenden Investoren, die einen Aufschub der drei Braunschweiger Verfahren wollen, bis es am Landgericht Stuttgart neue Entscheidungen in den strafrechtlichen Facetten des Klagemarathons gibt. Dort drehen sich Ermittlungen, Anklagen und auch schon ein erstinstanzlich entschiedener Fall um angebliche Verfehlungen früherer Porsche-Manager und Aufsichtsräte.

Der Sportwagenbauer Porsche griff vor rund fünf Jahren über seine Muttergesellschaft PSE nach der Macht beim Riesen VW und verhob sich kräftig. VW wurde zur letzten Rettung und die früheren Konkurrenten eint inzwischen eine strategische Partnerschaft. Die vielen Klagen bleiben als Altlast. Anleger verloren damals bei Kurswetten viel Geld und fühlen sich rückblickend fehlinformiert. Die PSE besitzt heute mehrheitlich den VW-Konzern und hält die Klagen für unbegründet.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×