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27.04.2017

14:35 Uhr

Kältemittel in Klimaanlagen

KBA fordert Daimler zu Rückruf auf

Das Kraftfahrtbundesamt hat Daimler aufgefordert, bei etwa 134.000 Fahrzeugen das Kältemittel auszutauschen. Das verwendete Mittel R134a, welches für Neuwagen bereits verboten ist, könne zu Bränden im Motorraum führen.

In Neuwagen ist es bereits verboten – jetzt fordert das Kraftfahrtbundesamt Daimler dazu auf, auch in älteren Fahrzeugen das umstrittene Kältemittel auszutauschen. dpa

Kältemittel R134a

In Neuwagen ist es bereits verboten – jetzt fordert das Kraftfahrtbundesamt Daimler dazu auf, auch in älteren Fahrzeugen das umstrittene Kältemittel auszutauschen.

Stuttgart/FlensburgDer Autobauer Daimler soll bei knapp 134.000 Autos das Kältemittel in Klimaanlagen austauschen. Dazu forderte ihn das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) auf, wie ein Sprecher der Behörde am Donnerstag in Flensburg bestätigte. Es geht um Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz, die im ersten Halbjahr 2013 produziert und deren Klimaanlagen noch mit dem inzwischen für Neuwagen verbotenen Kältemittel R134a ausgerüstet wurden. Der Konzern soll die Chemikalie nun aus den Klimaanlagen entfernen und die umstrittene Nachfolger-Substanz R1234yf einfüllen. Zuerst hatte die „Frankfurter Rundschau“ darüber berichtet.

Daimler wollte sich in Stuttgart zu dem Thema nicht detailliert äußern. Das Unternehmen sei mit der Behörde im Austausch. Auch beim Thema Kältemittel, sagte der Sprecher. Betroffen von der Aufforderung zu der Rückrufaktion sind laut KBA die Modelle A-Klasse, B-Klasse, CLA-Klasse, S-Klasse und SL-Klasse. Daimler hatte sich dagegen gesperrt, die von den US-Chemiekonzernen Honeywell und Dupont entwickelte neue Chemikalie einzusetzen, weil sie bei eigenen Tests zu Bränden im Motorraum führte. Dabei waren giftige Schadstoffe entstanden. Der Konzern ließ daraufhin Klimaanlagen entwickeln, die mit dem unbrennbaren, natürlichen Kältemittel CO2 arbeiten. Früheren Angaben zufolge hatte Daimler angekündigt, das Kältemittel R1234yf von Anfang 2017 an doch in größerem Stil einzusetzen.

Von

dpa

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