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04.02.2012

12:34 Uhr

Kältewelle

Gaslieferungen von Gazprom bleiben gedrosselt

Eine Kältewelle hat Europa erfasst - doch der russische Energiekonzern Gazprom will seine zuvor gedrosselten Gaslieferungen in die Europäische Union nicht ausweiten. Die Mindestliefermengen würden jedoch eingehalten.

Die Gazprom-Zentrale in Moskau. dpa

Die Gazprom-Zentrale in Moskau.

MoskauWegen der Kältewelle in Europa hat der russische Energiekonzern Gazprom eine baldige Wiederausweitung der derzeit gedrosselten Gaslieferungen in die Europäische Union ausgeschlossen. „Gazprom kann die von unseren westeuropäischen Partnern geforderten zusätzlichen Liefermengen im Moment nicht zur Verfügung stellen“, sagte Gazprom-Vizechef Alexander Kruglow nach Berichten russischer Nachrichtenagenturen am Samstag bei einem Treffen mit Regierungschef Wladimir Putin. Die in den Verträgen mit EU-Staaten vereinbarten Mindestliefermengen würden jedoch eingehalten.

Putin sagte den Berichten zufolge bei dem Treffen, Gazprom möge auf die Anfragen Westeuropas in dem Maß eingehen, wie dies die Versorgungssituation in Russland zulasse. Das Unternehmen solle „alle Anstrengungen unternehmen, um den Bedarf unserer ausländischen Partner zu decken“. Die Versorgung Russlands sei jedoch die „Hauptaufgabe“.

Die EU-Kommission hatte am Freitag über die Drosselung von Lieferungen aus Russland um bis zu ein Drittel informiert. Betroffen sind demnach Deutschland, Polen, Österreich, Italien, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Griechenland und die Slowakei. Den Angaben zufolge drohen jedoch nirgendwo Versorgungsengpässe. Die Bundesregierung wie die Unternehmen betonten aber, dass aufgrund gut gefüllter Gasspeicher die Versorgung über längere Zeit gesichert sei.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Interfax berichtet, dass der russische Energiekonzern seine Gaslieferungen nach Europa wieder auf das normale Niveau hochgefahren habe.

Die Kältewelle hat weite Teile Europas weiter fest im Griff. Besonders Osteuropa leidet unter dem Hoch über Russland. Innerhalb von 24 Stunden starben allein in der Ukraine 21 Menschen, womit die Zahl der Kältetoten in dem osteuropäischen Land auf 122 stieg.

Von

afp

Kommentare (3)

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Quentin_Quencher

04.02.2012, 13:29 Uhr

Da durch die Energiewende Kernkraft verteufelt worden ist, die Alternative Kohle aber auch nicht gewünscht wird, bleibt nur Gas und EE. Die Nachteile der sogenannten Erneuerbaren Energien zeigen sich aber aber immer deutlicher (zu teuer, nicht verfügbar wenn benötigt) und erste Länder erkennen, dass dieser Weg nicht finanzierbar ist und steigen aus. Es wäre also höchste Zeit über ganz andere Möglichkeiten nachzudenken. Ein viel versprechender Vorschlag ist nun im Zukunftsdialog der Bundesregierung aufgetaucht, hier wird von Thorium als kommende Energiequelle gesprochen.
https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/20-Wovon-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cms_idIdea=3063
Ergänzend dazu ist auch der entsprechende Beitrag auf NovoArgumente sehr lesenswert. Es gibt sie also, die Zukunftsperpektiven die welche eine Verbesserung versprechen und nicht Verzicht bedeuten.

Account gelöscht!

04.02.2012, 15:26 Uhr

Welche ersten Länder sollen das sein?

Account gelöscht!

04.02.2012, 15:42 Uhr

Na wunderbar, was Putin da sagt bedeutet wohl im Klartext:
Egal ob ihr friert oder nicht, wenn wir Lust haben drehen wir euch einfach den Gashahn zu!

Und auf so etwas soll sich unsere Volkswirtschaft und unser Land verlassen? Gaz-Gerd und seine Kollegen haben damit jegliches Vertrauen verloren.

Deutschland sollte sich schleunigst nach alternativen Lieferquellen umsehen!

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