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24.09.2013

12:11 Uhr

Kalidüngerproduzent

Uralkali bekommt chinesischen Großaktionär

Machtwechsel bei Uralkali: Russlands größter Kalidüngerproduzent wird nun von einem chinesischen Großaktionär kontrolliert. Uralkali-Chef Wladislaw Baumgertner sitzt seit vergangenem Monat in Minsk in Untersuchungshaft.

Der Marktwert von Uralkali an der Moskauer Börse liegt bei etwa 12,4 Milliarden Euro. Reuters

Der Marktwert von Uralkali an der Moskauer Börse liegt bei etwa 12,4 Milliarden Euro.

MoskauRusslands größter Kalidüngerproduzent Uralkali hat einen neuen Großaktionär. Die chinesische Chengdong Investment Corporation (CIC) habe ihre Ende 2012 gekauften konvertierbaren Uralkali-Anleihen in 12,5 Prozent der Stammaktien umgetauscht, teilte Uralkali am Dienstag in Moskau mit. Der Marktwert des Unternehmens an der Moskauer Börse liegt bei etwa 12,4 Milliarden Euro.

Somit ist CIC der größte Uralkali-Aktionär nach einem Fonds des Oligarchen Sulejman Kerimow, der 21,75 Prozent der Anteile hält. 53,95 Prozent der Aktien sind im freien Handel. China ist der weltgrößte Abnehmer von Kaliumchlorid.

Die größten Kaliproduzenten

Uralkali (Russland)

Kaliproduktion: 12,1 Millionen Tonnen

Weltweite Produktion 2014

Belaruskali (Weißrussland)

Kaliproduktion: 10,3 Millionen Tonnen

Potash Corp (Kanada)

Kaliproduktion: 8,8 Millionen Tonnen

Mosaic (USA)

Kaliproduktion: 8,3 Millionen Tonnen

K+S (Deutschland)

Kaliproduktion: 5,7 Millionen Tonnen

ICL (Israel)

Kaliproduktion: 5,1 Millionen Tonnen

Kerimow war zuletzt von Russlands Nachbar Weißrussland scharf kritisiert worden. Die Justiz der autoritär regierten Ex-Sowjetrepublik forderte die internationale Polizeibehörde Interpol auf, ihn wegen „Amtsmissbrauchs“ weltweit zur Fahndung auszuschreiben. Weißrussland wirft Kerimow sowie Uralkali vor, durch den Ausstieg aus einem Gemeinschaftsunternehmen einen Schaden von 100 Millionen US-Dollar (74 Mio Euro) verursacht zu haben.

Uralkali-Chef Wladislaw Baumgertner sitzt seit vergangenem Monat in Minsk in Untersuchungshaft. Zuletzt war jedoch etwas Bewegung in das diplomatische Zerwürfnis gekommen.

Von

dpa

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