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08.08.2013

14:15 Uhr

Kalimarkt

Konkurrent Potash beruhigt K+S-Aktionäre

Der K+S-Konkurrent Potash hält die Spekulationen über einen Preiseinbruch bei Kali für übertrieben. Die optimistischen Aussagen des Potash-Chefs William Doyle haben den K+S-Aktienkurs beflügelt.

K+S-Konkurrent Potash glaubt nicht an einen dramatischen Preisrutsch bei Kali. Reuters

K+S-Konkurrent Potash glaubt nicht an einen dramatischen Preisrutsch bei Kali.

Frankfurt/SaskatoonDie Hoffnung auf eine Wiederbelebung des Exportbündnisses zwischen Uralkali und Belaruskali hat K+S am Donnerstag erneut auf Erholungskurs geschickt. Die Titel stiegen um bis zu sieben Prozent auf 18,18 Euro. Seit Mittwoch haben die zuvor arg gebeutelten K+S-Aktien damit bereits knapp 14 Prozent gewonnen. William Doyle, Chef des weltgrößten Düngemittelhersteller Potash, geht nicht davon aus, dass das Auseinanderbrechen des Bündnisses von Dauer sein wird. „Der Grund, warum ich das sage, ist, dass die Vernunft in der Regel siegt“, erklärte Doyle.

Der kanadische Konzern hält die Spekulationen über einen Preisrutsch bei Kali für übertrieben und rechnet mit einem baldigen Ende der Verwerfungen in der Branche. Potash-Chef Doyle betonte, er gehe davon aus, dass die wirtschaftliche Logik wieder die Oberhand gewinnen wird. „Ich kenne nicht viele Leute, die sich absichtlich selbst zerstören“, sagte er in einem auf der Potash-Seite veröffentlichten Interview.

Der russische Kali-Riese Uralkali hatte in der Vorwoche eine Vertriebsallianz mit Belaruskali aufgekündigt und damit Spekulationen über einen kräftigen Preisrutsch ausgelöst. Weltweit waren die Börsenkurse von Kali-Unternehmen – darunter auch der deutsche Dax-Konzern K+S – daraufhin eingebrochen.

Doyle rechnet eher mit einem kürzeren Disput zwischen den ehemaligen Partnern. Diese hatten bis zum Ausstieg von Uralkali das Bündnis Belarusian Potash Company (BPC) geformt. Für die kanadische Vertriebsallianz Canpotex sieht Doyle keine Veranlassung für einen Strategiewechsel. Das Exportbündnis war 1972 geschmiedet worden. Zu ihm gehören die Konzerne PotashCorp, Mosaic und Agrium.

Im Vergleich dazu war das zuletzt durch Uralkali aufgekündigte russisch-weißrussische Pendant noch vergleichsweise jung. Die Allianz war erst seit April 2005 aktiv. Die beiden Vereinigungen zusammen kontrollierten rund drei Viertel der weltweiten Kali-Kapazität.

K+S ist in keiner der Vertriebskooperationen. Die Kasseler profitieren aber wie andere ungebundene Produzenten auch von den vergleichsweise hohen Preisen, die die Exportbündnisse am Markt durchsetzen können.

„Das sind schon recht optimistische Aussagen, die die Erholung von K+S stützen“, sagte ein Händler. Schon am Mittwoch hatten Spekulationen die Runde gemacht, dass Uralkali und das weißrussische Staatsunternehmen Belaruskali in irgendeiner Form wieder zusammenfinden könnten.

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