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23.08.2012

20:10 Uhr

Kapazitätsausbau

GM investiert Millionen in US-Werke

Während bei Opel in Rüsselsheim Kurzarbeit gefahren werden soll, baut der Mutterkonzern General Motors seine Werke im Heimatland aus. 200 Millionen Dollar will der US-Autobauer in neue Kapazitäten investieren.

In Ohio sollen künftig noch mehr Kapazitäten für den Chevrolet Cruze geschaffen werden. dapd

In Ohio sollen künftig noch mehr Kapazitäten für den Chevrolet Cruze geschaffen werden.

BangaloreDie amerikanische Opel-Mutter General Motors (GM) verstärkt ihre Produktionskapazitäten in den USA. GM wird nach eigenen Angaben vom Donnerstag 220 Millionen Dollar in zwei Werke im Bundesstaat Ohio investieren, um die nächste Generation der kompakten Limousine Chevrolet Cruze zu bauen. Damit sollen über 5000 Stellen in Lordstown und Parma erhalten werden. Seit 2009 hat der US-Konzern mehr als 7,3 Milliarden Dollar in seine US-Produktionsanlagen gesteckt.

Opel drosselt dagegen ab Anfang September die Produktion und schickt fast Zehntausend Mitarbeiter in Zwangspause. Ein jahrelanger Zick-Zack-Kurs GMs und die Absatzkrise in Europa haben das Fundament der Firma unterspült, deren Marktanteil seit Jahren sinkt. Dies hat den Rüsselsheimern große Probleme mit Überkapazitäten eingebrockt.

Von

rtr

Kommentare (5)

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mike

24.08.2012, 00:38 Uhr

Ich bin gerade in Südamerika und es ist zum Kotzen überall Chevrolets rumfahren zu sehen, welche eigentlich Opels sind. Ich war nie ein großer Opel-Fan aber wie müssen sich die Leute fühlen welche lange für Opel gearbeitet haben und miterleben müssen, wie die Amis mit deutscher Technik schönes Geld verdienen und sie selbst in die Röhre kucken !

Haustechniker

24.08.2012, 08:24 Uhr

Das Thema für GM ist doch das: die Mitarbeiter im technischen Entwicklung Zentrum kennen auch das Unternehmen. Also ziehen sie ihre Konsequenzen und suchen sich was anderes. Die Besten sind zuerst weg, dann fehlt know how in der Entwicklung, damit ist die Untergang von G M dann endgültig besiegelt. Es ist dann halt nur noch eine Frage von Jahren.

SOSiemens

24.08.2012, 08:34 Uhr

Man kann nur hoffen, dass zumindest das Opel-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim eine Zukunft hat.
Anstatt "made in gemany" wird es künftig meist nur heißen: "german engineered".
So verhält es sich ja auch schon bei Mercedes und BMW, die eine große Sückzahl ausserhalb Deutschlands herstellen. Und warum sollte es in der Autoindustrie anders sein, als bsw. in der Textilindustrie. Die produkte werden in Deutschland entworfen und irgenwoanders auf der Welt gebaut. Nicht jede deutsche Belegschaft besitzt halt das Privileg eines VW-Gesetzes.

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