Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.02.2017

14:05 Uhr

Karl-Thomas Neumann

Opel-Chef hält Zusammenschluss mit Peugeot für sinnvoll

Über die Verkaufspläne für Opel soll der Chef der General-Motors-Tochter im Dunkeln gehalten worden sein. Jetzt nennt er die Pläne des Mutterkonzerns „prinzipiell sinnvoll“. Kanzlerin Merkel will Arbeitsplätze schützen.

Der Opel-Chef hat sein Schweigen zur geplanten Fusion beendet. dpa

Karl-Thomas Neumann

Der Opel-Chef hat sein Schweigen zur geplanten Fusion beendet.

RüsselsheimOpel-Chef Karl-Thomas Neumann lehnt einen möglichen Verkauf des Rüsselsheimer Autobauers an Peugeot nicht rundweg ab. „Ein Zusammengehen mit PSA ist prinzipiell sinnvoll“, schrieb Neumann am Freitag in einer Kurznachricht auf Twitter. „Wir setzen alles daran, die Zukunft von Opel nachhaltig erfolgreich zu gestalten.“ Bislang hatte sich der Opel-Chef nicht zu dem Vorhaben geäußert.

Nach Informationen des Handelsblatts war Opel-Vorstandschef Karl-Thomas Neumann ursprünglich nicht in die Verhandlungen zwischen General Motors und der Peugeot/Citroën-Mutter PSA über einen Zusammenschluss der Unternehmen eingeweiht, die seit dieser Woche öffentlich bekannt sind. Dabei liefen die Verhandlungen bereits seit Frühjahr 2016. Neumanns Vorstandskollegen sollen sogar erst am Dienstagmorgen davon erfahren haben.

Die Opel-Produktionsstandorte in Europa

Rüsselsheim

Am Opel-Hauptstandort arbeiten 15.040 Beschäftigte, davon gut die Hälfte im Entwicklungszentrum. Die Produktion hat rund 4000 Arbeitnehmer. Sie bauen den Mittelklassewagen Insignia in mehreren Varianten, den Zafira sowie Getriebe und Komponenten.

Kaiserslautern

Der Standort in Rheinland-Pfalz hat 2140 Beschäftigte. Sie produzieren Motoren und Fahrwerkskomponenten.

Eisenach

In Thüringen laufen die Kleinwagen Corsa und Adam vom Band. Im Werk Eisenach arbeiten 1850 Menschen.

Polen

Im polnischen Gliwice sind knapp 3270 Mitarbeiter beschäftigt. Sie bauen den Kompaktwagen Astra und das Cabrio Cascada und den Sportwagen Opel GTC. In Tychy stellen 410 Beschäftigte Motoren her.

Spanien

In Figueruelas bei Saragossa laufen Corsa, der SUV Mokka und bald auch der Stadt-SUV Crossland X vom Band. Der Standort hat 5080 Arbeitsplätze.

Großbritannien

Im Werk Ellesmere Port arbeiten 1830 Beschäftigte. Hier werden ebenfalls Astra-Modelle produziert.

Der Standort Luton nördlich von London hat 1530 Arbeitnehmer und baut den Kleintransporter Vivaro.

Österreich

Im Werk Aspern nahe Wien arbeiten 1390 Menschen. Dort werden Motoren und Getriebe hergestellt.

Ungarn

Motoren und Komponenten produziert auch die Fabrik in Szentgotthard mit 1210 Arbeitnehmern.

Italien

In Turin gibt es noch ein Zentrum zur Entwicklung von Dieselmotoren mit 700 Mitarbeitern.

Für Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei einer Übernahme von Opel durch Peugeot die Sicherung der deutschen Standorte und Arbeitsplätze Vorrang. „Die Gespräche sind im Gange“, sagte sie am Freitag am Rande eines Besuchs des kanadischen Ministerpräsidenten Justin Trudeau in Berlin.

Die Bundesregierung habe mit Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig einen Koordinator für das Thema bestellt. „Und wir werden alles, was wir politisch tun können, dafür tun, dass die Arbeitsplätze und die Standorte in Deutschland gesichert sind.“ Ansonsten müsse man die weiteren Gespräche zwischen den Beteiligten abwarten.

GM will seine europäische Tochter Opel und deren britischen Schwester Vauxhall trennen und beide Marken an die Franzosen abtreten. Die Marke Opel soll aber auch nach einem Verkauf eigenständig bleiben – und Karl-Thomas Neumann im Amt bleiben.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Frau Oksana Lebedova

17.02.2017, 14:40 Uhr

NSA Merkel wird nichts schützen ... die liegt in den letzten Zügen ihres politischen Überlebens. Die Frau ist fertig ... physisch u.psychisch.

Frau Oksana Lebedova

17.02.2017, 14:42 Uhr

NEUMANN wäre der Richtige für VW. Der hat Elektronen im Blut ... u. Stallgeruch!!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×