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07.03.2017

14:38 Uhr

Karl-Thomas Neumann

„Opel wird Opel bleiben“

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann will nach dem Kauf durch PSA die Eigenständigkeit des Autobauer bewahren. Peugeot-Chef Tavares versucht, die Beschäftigten bei Opel und Vauxhall zu beruhigen.

Der Opel-Chef will die Eigenständigkeit des Autobauers als Marke bewahren. dpa

Karl-Thomas Neumann

Der Opel-Chef will die Eigenständigkeit des Autobauers als Marke bewahren.

Genf Nach dem Kauf durch den französischen Autobauer PSA wird sich Opel nach den Worten von seinem Chef Karl-Thomas Neumann seine Eigenständigkeit als Marke bewahren. „Es ist wichtig, dass Opel eine echte deutsche Marke bleibt und dass (die Schwestermarke) Vauxhall eine echte britische Marke bleibt“, sagte Neumann am Dienstag auf dem Autosalon in Genf. „Opel wird Opel bleiben.“ Am Vortag hatten sich die bisherige Opel-Mutter General Motors (GM) und der Autokonzern PSA Peugeot Citroën auf eine milliardenschwere Übernahme geeinigt.

Nach seinem Vortrag holte Neumann dann GM-Spitzenmanager und Opel-Aufsichtsratschef Dan Ammann sowie PSA-Boss Carlos Tavares auf die Bühne, um sich im demonstrativem Schulterschluss den Fotografen zu stellen. Zuvor hatte Neumann einen kleinen Geländewagen namens Crossland X vorgestellt - das Fahrzeug war gemeinsam mit PSA entwickelt worden. Tavares und Neumann bekräftigten bei dem Branchentreff, dass sie einen „europäischen Champion“ schaffen würden.

Dank des Zusammenschlusses mit dem französischen Konzern seien die Perspektiven gut, so der Opel-Chef. „Wir werden von der Größe profitieren sowie von einer gemeinsamen Entwicklung und Herstellung von Autos und von zwei sehr starken Ingenieurteams, die ihre Kräfte bündeln.“ Opel schreibt seit 17 Jahren rote Zahlen, 2016 konnte die Firma mit Sitz im hessischen Rüsselsheim ihre Verluste aber deutlich eindämmen.

Tavares versuchte unterdessen am Dienstag, Opel- und Vauxhall-Beschäftigte zu beruhigen. „Wir sind hier, um zu helfen“, sagte der PSA-Chef auf dem Genfer Autosalon. Am Vortag hatte er den Kauf der beiden seit Jahren Verluste machenden GM-Töchter bekanntgegeben.

Sollte es bei Opel und Vauxhall notwendig werden, Stellen zu streichen, wäre das ausschließlich Folge „der Gesamtevolution der Autoindustrie“ – etwa durch zunehmenden Kosten- und Preisdruck. Zum Kauf von Vauxhall sagte er, der geplante EU-Austritt Großbritanniens habe bei der Entscheidung dafür praktisch keine Rolle gespielt.

Tavares erklärte, mit den Marken Peugeot, Citroën, Opel und Vauxhall einen „europäischen Champion“ schaffen zu wollen. Autos von Opel und Vauxhall könnten zukünftig auch auf Märkten außerhalb Europas angeboten werden. Das hatte GM seinen Töchtern verwehrt.

Kommentare (1)

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Frau Lana Ebsel

07.03.2017, 16:18 Uhr

"Das steht wohl zu befürchten."

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