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18.12.2014

14:03 Uhr

Kartellverfahren

Daimler legt 600 Millionen Euro zurück

Autobauer Daimler wird von der EU-Kommission verdächtigt, sich bei Preisen abgesprochen zu haben. Das Unternehmen hat nun reagiert und legt für eine mögliche Strafe Hunderte Millionen Euro zurück.

Mitarbeiter überprüfen im Werk von Mercedes Benz einen Lastkraftwagen. dpa

Mitarbeiter überprüfen im Werk von Mercedes Benz einen Lastkraftwagen.

StuttgartDaimler wappnet sich nach den Lkw-Kartellvorwürfen durch die EU-Kommission für eine hohe Strafe und legt weitere 600 Millionen Euro zurück. Nach einer ersten Rückstellung aus dem Jahr 2011 habe man nun neue Erkenntnisse aus der Einsicht in wesentliche Ermittlungsunterlagen der Kommission, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag mit. Brüssel hatte den betroffenen Lkw-Herstellern Ende November Details zu den Vorwürfen vorgelegt.

Der Betrag werde im laufenden vierten Quartal als Sondereffekt verbucht, hieß es. Damit bleibt die Prognose der Schwaben für 2014 unangetastet, die von einer deutlichen Steigerung des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus dem Kerngeschäft ausgeht. Sonderfaktoren spielen dabei nämlich keine Rolle.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hatte vor einer Woche keine Chance auf einen Vergleich gesehen. Einige Unternehmen hätten kein Interesse an einer gütlichen Einigung. Die Kommission verdächtigt eine Reihe großer Hersteller wie Volvo, Daimler oder die Volkswagen-Tochter MAN, sich bei Preisen abgesprochen und Informationen ausgetauscht zu haben. Bei unerlaubter Zusammenarbeit droht Unternehmen in Europa eine Buße von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

Von

dpa

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