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08.03.2017

14:59 Uhr

Kartellverfahren

EU-Kommission bestraft fünf Autozulieferer

Fünf Autozulieferer müssen wegen unerlaubter Absprachen 155 Millionen Euro Strafe zahlen. Sie lieferten ihre Produkte an große Hersteller wie VW, Daimler oder BMW. Eine Firma bekommt ihre Strafe jedoch erlassen.

Panasonic erließ die Kommissarin die Strafe, weil es auf ein Kartell hingewiesen hatte. Reuters, Sascha Rheker

Margrethe Vestager

Panasonic erließ die Kommissarin die Strafe, weil es auf ein Kartell hingewiesen hatte.

BrüsselDie EU-Kommission hat Geldbußen von insgesamt 155 Millionen Euro wegen unerlaubter Zusammenarbeit gegen fünf Autozulieferer verhängt. Die Firmen stellen Klimatisierungs- und Motorkühlkomponenten her. Neben dem Stuttgarter Unternehmen Behr mit einer Buße von 62,135 Millionen Euro sind Valeo aus Frankreich und Calsonic, Denso und Sanden aus Japan betroffen, wie die Brüsseler Wettbewerbshüter am Mittwoch mitteilten. Panasonic wurde die Strafe komplett erlassen, weil es auf eines der vier Kartelle hingewiesen hatte.

Die Firmen lieferten ihre Produkte an große Autohersteller wie VW, Daimler, BMW, Jaguar oder Nissan/Renault. Die Absprachen schadeten damit nicht nur den Abnehmer-Firmen sondern auch vielen Autokäufern. „Klimatisierungs- und Kühlkomponenten sind zwar als Produkte nicht zu sehen, dafür aber umso mehr zu spüren“, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. „In diesem Fall haben Sie sie möglicherweise auch in Ihrem Portemonnaie gespürt, obwohl die Temperaturregulierung in Ihrem Auto funktioniert.“

Die Unternehmen räumten die Beteiligung an den Kartellen ein, die im Jahr 2009 endeten. Alle von ihnen erhielten Ermäßigungen, weil sie Informationen zu der unerlaubten Zusammenarbeit lieferten und einem Vergleich zustimmten. Nach Angaben der EU-Kommission sprachen die Kartell-Mitglieder Preise ab, teilten Märkte untereinander auf und tauschten sensible Informationen miteinander.

Von

dpa

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