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06.05.2013

19:12 Uhr

Kartellverstöße

Thyssen Krupp will Bereich Gleistechnik verkaufen

Der Konzern Thyssen Krupp stößt seine Gleistechniksparte ab. Der Konzern verweist auf begrenzte Wachstumschanen in diesem Bereich. Gespräche mit Interessenten stehen aber noch an. Die Sparte war an Kartellverstößen beteiligt.

Thyssen Krupp möchte seine Gleistechniksparte aufgeben. AFP

Thyssen Krupp möchte seine Gleistechniksparte aufgeben.

EssenDer ThyssenKrupp-Konzern will sich von seinem Bereich Gleistechnik trennen, der in das sogenannte Schienenkartell verwickelt ist. Der Geschäftsbereich Gleis- und Bautechnik mit einem Umsatz von zusammen etwa 400 Millionen Euro und rund 800 Mitarbeitern solle verkauft werden, teilte ThyssenKrupp am Montag mit. Angesichts begrenzter Wachstumsperspektiven im deutschen Markt und eines verstärkten Kostendrucks, gebe es für beide Aktivitäten bessere Entwicklungschancen außerhalb des ThyssenKrupp-Konzerns.

Die im Rahmen des Schienenkartells ermittelnden Behörden seien wie die Mitarbeiter über die Maßnahme in Kenntnis gesetzt worden, heißt es in der Mitteilung weiter. Die an dem Kartell beteiligten Firmen hatten illegal Quoten und Preise für Schienenlieferungen an die Bahn abgesprochen. Das Bundeskartellamt hatte deshalb gegen ThyssenKrupp ein Bußgeld von gut 100 Millionen Euro verhängt. Ein Verfahren des Kartellamts zu Lieferungen an regionale und lokale Verkehrsbetriebe ist noch nicht abgeschlossen. Auch die Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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An_Interested_Reader

06.05.2013, 21:34 Uhr

Call me cynical, but I see this move less as the well-planned divestment of a marginal business, and more as a hurried reflexive counter-measure to quickly raise capital (in light of flagging potential of the Steel Americas sale, and secondly, a move to try and reduce the coming fines for the Schienenkartell, as well as a way to just be rid of the whole stinking division and its broken corrupt culture.

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