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09.03.2006

15:16 Uhr

„Kein Kommentar“ zu Linde

Jungheinrich macht mit Gabelstaplern gutes Geld

Der Hamburger Jungheinrich-Konzern, ein führender Hersteller von Gabelstaplern und Lagertechnik, hat 2005 excellent abgeschnitten. Das Unternehmen war ob der Umbrüche beim Konkurrenten Linde in den Fokus geraten.

HB HAMBURG. Der Überschuss bei Jungheinrich erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf 62,1 Mill. Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mit. Operativ verdiente das Unternehmen 22 Prozent mehr und damit 106,9 Mill. Euro. Beim Umsatz verbuchte Jungheinrich ein Plus von mehr als 7 Prozent auf 1,65 Mrd. Euro.

„Die wesentlichen Konzernkennzahlen für 2005 und die ersten Wochen des laufenden Jahres zeigen, dass unser Unternehmen auf einem sehr guten Weg ist“, sagte Vorstandsvorsitzender Cletus von Pichler. Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung werde der Hauptversammlung vorgeschlagen, die Dividende der Jungheinrich AG um 3 Cent auf 45 Cent je Stammaktie und 51 Cent je Vorzugsaktie anzuheben.

Jungheinrich war in den vergangenen Tagen unverschuldet in die Schlagzeilen geraten, weil Konkurrent Linde nach einem Zukauf im Bereich Industriegase seine Gabelstapler-Sparte abstoßen will. Jungheinrich gab sich ob seiner Ambitionen zugeknöpft. „Dazu sagen wir nichts“, erklärte ein Sprecher gegenüber Handelsblatt.com, fügte allerdings hinzu: „Jungheinrich ist auch so sehr gut aufgestellt.“ Ein Zukauf der Linde-Gabelstaplersparte wäre für Jungheinrich wohl auch kaum zu stemmen, ist das Unternehmen mit seinen 9 000 Mitarbeitern doch nur halb so groß wie der Linde-Geschäftsbereich.

Stattdessen will Jungheinrich in anderen Bereichen wachsen: Das Unternehmen werde die Aufarbeitung von gebrauchten Gabelstaplern für den gesamten Konzern am Standort Dresden konzentrieren, teilte Jungheinrich mit. Eine eigens gegründete Gesellschaft, die gebrauchte Stapler zum Weiterverkauf aufarbeiten soll, werde bereits in diesem Jahr aktiv. In der sächsischen Hauptstadt werden voraussichtlich 50 bis 60 neue Arbeitsplätze entstehen.

Der Konzern, der weltweit zu den Top Ten der Branche zählt, operiert auf einem wachsenden Markt. Weltweit wurden im vergangenen Jahr 749 000 so genannte Flurförderzeuge verkauft, ein Plus von 6,4 Prozent. Die Branche profitiert vor allem von der engen Verflechtung des Welthandels und dem damit wachsenden Transport- und Umschlagvolumen. Jungheinrich bietet auch logistische Dienstleistungen an, ebenfalls eine Wachstumsbranche.

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