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06.03.2012

18:20 Uhr

Keine Annäherung

Ringen um neuen Chef der RAG-Stiftung hält an

Im Ringen um die neue RAG-Spitze ist noch immer keine Einigung in Sicht. Der frühere Bundeswirtschafsminister Müller - bisher einziger Nominierter - wird von der NRW-CDU abgelehnt.

Die Chemie-Gewerkschaft sowie die Landesregierung in Düsseldorf wollen Werner Müller als neuen Chef der RAG-Stiftung. ap

Die Chemie-Gewerkschaft sowie die Landesregierung in Düsseldorf wollen Werner Müller als neuen Chef der RAG-Stiftung.

DüsseldorfKeine Einigung in Sicht: Das Ringen um den neuen Chef der mächtigen RAG-Stiftung ist auch nach einer Sitzung der Findungskommission für den Spitzenposten Kreisen zufolge nicht entschieden. Das könnte auch Folgen für die Pläne für einen der größten Börsengänge in Deutschland seit Jahren haben. Die RAG-Stiftung ist Haupteignerin des Chemiekonzerns Evonik. Im Frühjahr soll eigentlich die Entscheidung fallen, ob der Konzern im Sommer den Sprung auf das Börsenparkett wagt.

Bei der Sitzung der Findungskommission in Berlin habe es in der Chef-Frage keine Fortschritte gegeben, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Runde ist prominent mit Vertretern des Finanzministeriums, des Bundeswirtschaftsministeriums, der Landesregierungen Nordrhein-Westfalens und des Saarlandes sowie der Gewerkschaft IG BCE besetzt. Eine Sprecherin der RAG-Stiftung wollte die Angaben nicht kommentieren und sagte, Personalien seien Sache des Kuratoriums.

Die Chemie-Gewerkschaft hatte den ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Werner Müller für den Spitzenposten der Stiftung nominiert und wird dabei von der Landesregierung in Düsseldorf unterstützt. Der parteilose Müller, der nach seiner Zeit in der ehemaligen rot-grünen Bundesregierung nach Essen wechselte und bis 2008 Evonik-Chef war, hat aber Gegner in den Reihen der NRW-CDU.

Auch die vor einer Landtagswahl stehende saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) habe sich bei dem Treffen in Berlin gegen Müller ausgesprochen und betont, auf dieser Haltung zu beharren, hieß es. Das FDP-geführte Bundeswirtschaftsministerium habe seine Position dagegen offen gelassen. Ein Gegenkandidat zu Müller sei bei der Sitzung zudem nicht offiziell nominiert worden - auch nicht vom Chef des Stiftungskuratoriums, Ulrich Hartmann, der zu den Gegnern Müllers zählt.

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