Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.04.2015

12:48 Uhr

Keine Begeisterung bei Aktionären

Thiele stößt bei Vossloh-Übernahme auf Granit

Der Aktienkurs steht gut, somit sehen die Anleger keinen Grund, ihre Anteile unter Wert abzugeben. Der Misserfolg des Übernahmeversuchs von Großaktionär Thiele beim Bahntechnikkonzerns Vossloh schien vorprogrammiert.

Wie geht es weiter bei Vossloh, übernimmt einer der Großaktionäre bald das Ruder? dpa

Bahntechnikkonzern auf neuen Wegen

Wie geht es weiter bei Vossloh, übernimmt einer der Großaktionäre bald das Ruder?

DüsseldorfVossloh-Großaktionär und -Aufsichtsratschef Heinz-Hermann Thiele hat mit seiner Übernahmeofferte kaum Aktionäre gewonnen. Nach Ablauf der Annahmefristen halte er 30,21 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte, teilte seine Gesellschaft KB Holding am Donnerstag mit. Der Knorr-Bremse-Eigner hatte im Januar den Vossloh-Aktionären ein Übernahmeangebot in Höhe von 48,50 Euro je Aktie unterbreitet. Damals hielt er 29,99 Prozent an dem Bahntechnikkonzern. Am Donnerstagmittag notiert die im Kleinwerteindex SDax gelistete Vossloh-Aktie bei 57,44 Euro gehandelt - und damit deutlich über Thieles Angebotspreis.

Das Vossloh-Management hatte das Angebot als nicht angemessen zurückgewiesen. Thiele hatte in der Vergangenheit allerdings betont, Vossloh nicht komplett übernehmen zu wollen. Größere Anteile an dem Bahntechnikkonzern halten auch die Investmentfonds Ethenea (5,94 Prozent), Franklin Templeton Investment Funds (3,05 Prozent), Franklin Mutual Advisers (5,68 Prozent) und Lazard Frères Gestion (3,01 Prozent).

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×