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10.04.2006

17:16 Uhr

Keine eigenen Läden

Henkel plant Produktoffensive

Im Wettlauf der Konsumgüter-Hersteller erhöht Henkel das Tempo. Der Düsseldorfer Kosmetik- und Waschmittelkonzern will den Anteil innovativer Produkte in seinem Sortiment deutlich vergrößern. „Wir wollen künftig ein noch innovativeres und damit erfolgreicheres Unternehmen werden“, sagte Henkel-Vorstandschef Ulrich Lehner am Montag bei der Hauptversammlung in Düsseldorf. Zugleich erteilte er Forderungen von Aktionären nach einer stärkeren Gewinnbeteiligung eine klare Absage.

dpa DÜSSELDORF. „Innovationen sind unser Leben“, sagte Lehner. Der Umsatzanteil der Produkte, die nicht länger als drei Jahre im Markt sind, soll von 25 Prozent auf 30 Prozent im Jahr 2007 gesteigert werden. Neue Produkte seien nicht nur ein Umsatztreiber, sondern auch margenstärker. Der Düsseldorfer Konzern wolle sich als „Innovations-Führer“ in seinen Märkten etablieren. Deshalb habe das Unternehmen das Jahr 2006 zum Jahr der Innovation erklärt. „Es ist der Start für einen weltweit umfassenden Prozess bei Henkel, mit dem wir unser Denken verändern wollen“, sagte Lehner. Es gehe nicht nur um eine höhere Anzahl von Produktneuheiten, sondern auch um Innovationen in Bereichen wie Fertigung, Marketing, Kommunikation, Organisation und sogar um neuartige Finanzinstrumente, erklärte der Vorstandsvorsitzende.

Der Aufbau eigener Läden stehe bei Henkel derzeit nicht auf der Tagesordnung. Das Thema sei dennoch eine spannende Frage, meinte Lehner. So eröffnet der Nivea-Hersteller Beiersdorf in Hamburg einen eigenen Laden mit Massage und Kosmetikberatung. Der französische Kosmetikkonzern L'Oréal kaufte die britische Kosmetikkette Body Shop.

Henkel belegt im Bereich Körperpflege und Kosmetik (Schwarzkopf, Fa) weltweit nach eigenen Angaben den Platz 5. Bei den Wasch- und Reinigungsmitteln (Persil, Spee) belege der Düsseldorfer Konzern weltweit Rang 3. Weltmarktführer ist Henkel bei Klebstoffen (Pritt, Pattex). Auf die Frage, ob Henkel möglicherweise auch an der Marke Uhu interessiert ist, ging Lehner nicht näher ein. Spekulationen über mögliche Zukäufe kommentiere das Unternehmen grundsätzlich nicht.

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