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31.01.2011

12:21 Uhr

Keine Euphorie

Metallbranche holt Verluste auf

In der deutschen Metall- und Elektroindustrie geht es wieder aufwärts: Das Krisenjahr ist abgehakt und es gibt wieder zehntausende Neueinstellungen. Von großer Euphorie ist dann aber doch weit und breit nichts zu sehen.

Die deutschen Metaller können sich über Lohnerhöhungen freuen. Quelle: ap

Die deutschen Metaller können sich über Lohnerhöhungen freuen.

HB BERLIN. Die deutsche Metall- und Elektroindustrie will die Krise Ende 2011 endgültig abhaken, warnt aber vor zu viel Euphorie. "2010 und 2011 sind keine Rekordjahre, sondern Jahre des Aufholens", betonte der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, am Montag in Berlin.

Die Branche habe in der Krise 200 000 Jobs gestrichen und werde bis einschließlich 2011 davon rund 90 000 wieder aufgebaut haben. In diesem Jahr werde es rund 50 000 Neueinstellungen geben. Seit April 2010 bis November habe die Branche bereits wieder 40 000 Stammarbeitsplätze aufgebaut, sagte Kannegiesser. Bei der Produktion hätten die Firmen aber erst 70 Prozent und bei den Aufträgen 80 Prozent des Einbruchs wettgemacht. Wenn es gut laufe, stehe die Branche Ende des Jahres wieder dort, wo sie vor 2008 gewesen sei, betonte Kannegiesser.

Die Metall- und Elektrobranche gehört mit ihren rund 3,45 Millionen Beschäftigten zu den Schlüsselindustrien der heimischen Wirtschaft. Vom Aufwärtstrend dürften viele Mitarbeiter profitieren. Denn die für den 1. April 2011 vereinbarte Lohnerhöhung um 2,7 Prozent zieht nach Schätzungen von Gesamtmetall etwa jeder dritte oder vierte Betrieb auf den 1. Februar vor.

"Rund die Hälfte der Beschäftigten kommt damit vorzeitig in den Genuss einer Tabellenerhöhung, die die Arbeitnehmer spürbar am Aufschwung beteiligt", sagte Kannegiesser. Er bekräftigte die Verbands-Position, dass die gleiche Bezahlung von Zeitarbeitern und Stammpersonal gesetzlich nicht festgeschrieben werden dürfe.

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