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29.05.2013

11:46 Uhr

Keine Kartell-Bedenken

Bayer darf Conceptus kaufen

Die amerikanische Kartellbehörde Federal Trade Commission hat dem Pharmakonzern Bayer grünes Licht für den Kauf des US-Verhütungsmittelspezialisten Conceptus gegeben. Der Kauf soll Mitte des Jahres abgeschlossen sein.

Antibabypillen: Rechtsstreitigkeiten um Bayers Verhütungsmittel Yasmin haben dem Konzern erhebliche Kosten verursacht. AFP

Antibabypillen: Rechtsstreitigkeiten um Bayers Verhütungsmittel Yasmin haben dem Konzern erhebliche Kosten verursacht.

LeverkusenDer Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat von den Wettbewerbsbehörden die Erlaubnis zur Übernahme des US-Verhütungsmittelspezialisten Conceptus erhalten. Die amerikanische Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC) habe keine Einwände gegen den Kauf, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Leverkusen mit. Für die Übernahme sei das ein wichtiger Schritt. Weiter gelte die Bedingung, dass Bayer mehr als die Hälfte der Aktien angeboten würden.

Bayer-Chef Marijn Dekkers hatte Ende April angekündigt, das Verhütungsmittelgeschäft der Leverkusener mit dem Kauf für 1,1 Milliarden US-Dollar (rund 852 Mio Euro) stärken zu wollen. Der Vorstand von Conceptus hatte seinen Aktionären die Annahme des Angebots einstimmig empfohlen. Die Frist für das Angebot läuft noch bis zum 5. Juni. Mitte des Jahres soll der Kauf abgeschlossen sein.

In der Vergangenheit war Bayer durch eine Klagewelle in den USA zu einer Verhütungspille erheblich belastet worden. In der Bilanz 2012 hatte Bayer mit Sonderaufwendungen in Höhe von fast 1,2 Milliarden Euro eine umfangreiche Vorsorge für die Rechtsstreitigkeiten zur Antibabypille Yasmin/YAZ in den USA getroffen.

Von

dpa

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