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21.12.2016

11:37 Uhr

Kenia und Ruanda

Volkswagen entdeckt Afrika

VonStefan Menzel

Der VW-Konzern hat neue Geschäfte in Afrika im Visier: Volkswagen-Markenchef Herbert Diess eröffnet am Mittwoch eine Fertigung in Kenia, auch für Ruanda gibt es Pläne. Für Autobauer ist der Markt lukrativ.

Ein VW Polo in der Autostadt in Wolfsburg: Das Modell wird künftig auch in einer kleinen Fertigungsstätte in Kenia produziert. dpa

Von Wolfsburg nach Kenia

Ein VW Polo in der Autostadt in Wolfsburg: Das Modell wird künftig auch in einer kleinen Fertigungsstätte in Kenia produziert.

DüsseldorfTrotz Dieselkrise und weltweitem Stellenabbau versucht sich Volkswagen an einem neuem und bislang wenig entwickelten Markt. Der Wolfsburger Autokonzern entdeckt jetzt Afrika: Volkswagen-Markenchef Herbert Diess eröffnet am heutigen Mittwoch in der Nähe der kenianischen Hauptstadt Nairobi eine neue Produktionsstätte. Danach geht es nach Ruanda weiter: Dort soll ebenfalls eine lokale Fertigung aufgebaut werden.

Volkswagen beginnt zunächst mit einer kleinen Fertigung in Kenia. In Thika unweit von Nairobi sollen jährlich etwa 5000 Kleinwagen vom Typ Polo Vivo montiert werden. Die Autos kommen als Bausätze („Completely knocked down“, CKD) aus einem südafrikanischen VW-Werk, werden nach Kenia geliefert und dort zusammengesetzt. Die Montage solcher Bausätze ist die Basis für eine eventuell später ausgebaute Produktion.

Nicht nur Volkswagen, sondern für die gesamte Branche ist eine CKD-Fertigung ein typischer erster Schritt, bevor eine größere Investitionsentscheidung ansteht. VW arbeitet in Kenia zunächst mit dem lokalen Partner Kenya Vehicle Manufacturers zusammen. Die Investitionskosten bleiben für Volkswagen dadurch in dieser Phase gering.

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VW-Markenchef Herbert Diess ist am Mittwoch zur Eröffnung der Fabrik nach Nairobi gereist, wie der Konzern in Wolfsburg bestätigte. Für das afrikanische Land mit wenig eigener Industrie ist das ein wichtiger Tag: An der Eröffnung in Thika nimmt auch der kenianische Staatspräsident Uhuru Kenyatta teil.

„Offensichtlich verfolgen wir die richtige Ansiedlungspolitik für neue Industrien“, sagte der kenianische Präsident vor der Eröffnung der VW-Produktion. Kenia ist für Volkswagen kein völlig unbekanntes Terrain: Bis in die 70er-Jahre hinein hat das Wolfsburger Unternehmen dort auch schon den Käfer produziert und kehrt mit der kleinen Polo-Fertigung zurück.

In Kenia trifft Volkswagen auf bekannte Konkurrenten: Vor allem japanische Hersteller wie Toyota und Mitsubishi unterhalten dort bereits eine eigene Produktion. In Kenia, einem Land mit etwa 45 Millionen Einwohnern, muss sich das Geschäft mit Neuwagen erst noch entwickeln. Wegen der geringen Kaufkraft dominiert dort heute noch der Verkauf von importierten Gebrauchtwagen, etwa aus der Golf-Region. Gebrauchtwagen dominieren das Fahrzeuggeschäft in Kenia mit einem Anteil von 80 Prozent.

Kommentare (3)

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Frau Lana Ebsel

21.12.2016, 11:54 Uhr

VW sollte in Afrika aber wieder den "geilen" alten Bulli produzieren. Das ganze Universum wartet darauf seit Jahren. Keine Ironie.

Account gelöscht!

21.12.2016, 15:10 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

TRAUTMANN

Danke

Account gelöscht!

21.12.2016, 15:52 Uhr

"Herr Josemin Hawel"
"Und immer nur geht alles gegen Merkel. Ich finde, dass Handelsblatt sollte etwas gegen krude Propaganda und auch Textmüll wie den von Hoffmann unternehmen."

Das ist ja wohl unerhört.
Da gibt man sich täglich von morgens bis abends die Mühe jeden Artikel,aber auch wirklich jeden zu kommentieren, und zu vielen Themen der Artikel habe ich wirklich keine Ahnung, dann wird man auch noch beschimpft.
Dabei kläre ich die Leute doch nur über Putin und Trump auf, zwei echte Kerle.
Wo wir mit unserem sprechenden Hosenanzug hingekommen sind sieht man ja wohl aktuell.
Danke

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