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07.04.2006

13:59 Uhr

Klage eingereicht

Insolvenzverwalter will Millionen von Ignaz Walter

Der Gründer des insolventen Baukonzerns Walter Bau, der 69-jährige Ignaz Walter, ist vom Insolvenzverwalter auf Millionen verklagt worden. Die Geschichte sei „kalter Kaffee“, lautete die Antwort von Walters Anwalt.

HB AUGSBURG. Die Zivilklage sei beim Landgericht Augsburg eingereicht worden, sagte Insolvenzverwalter Werner Schneider am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ vom Freitag. Die Walter Bau-AG hatte im Februar 2005 Insolvenz angemeldet. Inzwischen sind die meisten Unternehmensteile verkauft. Ein Großteil ging an die österreichische Strabag-Holding.

Schneider fordert von Walter rund 14 Mill. Euro, die dieser für private Zwecke zu Unrecht aus seinem früheren Unternehmen entnommen haben soll. „Das ist mit dem Gläubigerausschuss abgestimmt“, sagte Schneider. Die Klage sei eingereicht worden, da Walter keine Gesprächsbereitschaft gezeigt habe. „Ich wollte die Angelegenheit geräuschlos regeln und habe ein Vergleichsangebot vorgelegt, doch Walter hat nicht reagiert“, sagte Schneider.

Walters Anwalt Wolf-Rüdiger Bub warf Schneider vor, die Unwahrheit zu sagen. Er habe eine Stellungnahme zu den Vorwürfen vorbereitet und wegen einer Krankheit um eine Verlängerung der Frist um acht Tage gebeten. Diese habe ihm Schneider nicht gewährt. „Der will den Prozess unbedingt führen“, sagte Bub.

Das Verhalten des Insolvenzverwalters nannte er „unerhört“. Die Forderung nach 14 Mill. Rückzahlung hatte Bub schon früher als „Zahlenspielerei“ zurückgewiesen, die sich mit Gegenforderungen Walters an seine Ex-Firma zu Null verrechnen würden. Deshalb seien die geforderten Mill. „kalter Kaffee“, sagte Bub am Freitag. Jetzt werde es zu einem langwierigem Zivilverfahren kommen.

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