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18.02.2011

11:34 Uhr

Klage vor Gericht

Godzilla trampelt auf Honda rum

VonFlorian Brückner

Die Riesenechse Godzilla versteht keinen Spaß - erst recht nicht, wenn es um ihre Markenrechte geht. Das bekommt nun der Autobauer Honda zu spüren.

Die Figur der Riesenechse Godzilla ist weltweit populär. Quelle: ap

Die Figur der Riesenechse Godzilla ist weltweit populär.

DüsseldorfGodzilla ist wohl die bekannteste Riesenechse der Welt. Seit 1954 sorgt das Monster in Spielfilmen und Fernsehserien für Schrecken und (teils unfreiwillige) Heiterkeit. Die japanischen Filme sind kult und unter Jugendlichen und Junggebliebenen wohl ewig angesagt.

Das hätte der japanische Autobauer Honda für sein Modell Odyssey wohl auch gerne. Der Odyssey ist ein Van, acht Sitzplätze, große Fenster, viel Komfort für die Familie an Bord. Zweifellos ein gutes Auto, aber cool? Wohl eher nicht. Das soll sich ändern. Und so wie die Konkurrenten von Chrysler oder Dodge setzt auch Honda voll darauf, die als langweilig und mit dem unschönen Attribut des Windelbombers abgestempelten Vans zu etwas mehr Sexappeal zu verhelfen, etwa durch ein schickes Werbevideo.

Auftritt Godzilla. Während in einem Fernsehspot ein Feuerfest der Pyrotechnik rund um einen schwarzen Odyssey abgebrannt wird und ein Song der  Metal-Band Judas Priest aus den Lautsprechern plärrt, ist auf einen Bordfernseher des Vans auch kurz ein feuerspeiender Godzilla zu sehen. Von so viel Coolness und multimedialer Herrlichkeit ist der männliche Protagonist der Spots schier überwältigt - cooler Heavy-Metal, cooler Godzilla, cooler Odyssey. So wohl das Kalkül.

Das findet Godzilla, oder besser gesagt das japanische Filmstudio Toho, allerdings gar nicht witzig. Denn Honda soll Godzilla einfach in dem Spot verwendet haben, ohne Toho um Erlaubnis zu fragen. Ergo: Verletzung der Urheberrechte. Und da versteht Toho keinen Spaß und hat Honda nun in Los Angeles verklagt - so wie viele andere Firmen weltweit zuvor auch. Honda selbst will sich laut dem Fachblatt "Autonews" derzeit mit Blick auf das laufende Verfahren öffentlich nicht äußern.

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