Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.07.2014

17:10 Uhr

Klaus Deller

Wankelmütigkeit kommt Schaeffler teuer zu stehen

Weil sich die Schaefflers in letzter Minute gegen Klaus Deller als neuen Vorstandschef entschieden, kassiert er eine Millionenabfindung. Laut einem Bericht hatte er sich ursprünglich für einen anderen Posten beworben.

Hohe Abfindung für keinen Tag Arbeit: Klaus Deller. Pressefoto Schaeffler AG

Hohe Abfindung für keinen Tag Arbeit: Klaus Deller.

Die Achterbahnfahrt für Klaus Deller hatte Anfang Juni ein Ende. Im Februar hatten die Schaefflers noch verkündet, dass der 52-Jährige ab Juli die Schaeffler AG führen wird - ein paar Monate später hatten es sich Mutter und Sohn Schaeffler anders überlegt. Der Interimschef Klaus Rosenfeld sollte das Unternehmen weiterführen.

Nun ist bekannt geworden, wie teuer diese Entscheidung Schaeffler kommt: Der Auflösungsvertrag von Deller beinhaltet auch ein hohes Trostpflaster: Rund elf Millionen Euro, ohne dass er auch nur einen einzigen Tag für Schaeffler gearbeitet hat, berichten verschiedene Medien.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

Dabei hatte Klaus Deller nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins Bilanz seine Bewerbung eigentlich beim Automobilzulieferer Continental für die wichtige Division „Chassis & Safety” eigereicht. Bei den Aufsichtsräten in Hannover habe er einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen, vor allem die Kontrolleure Maria-Elisabeth Schaeffler (72) und ihr Sohn Georg (49) seien angetan gewesen, berichtet das Magazin weiter. Die Schaeffler-Gruppe hält 46 Prozent der Conti-Anteile. Mutter und Sohn Schaeffler hatten Conti daraufhin – mit Zustimmung des dortigen Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Reitzle (65) – den potenziellen Neuzugang abspenstig gemacht und ihn nach Herzogenaurach gelotst.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×