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07.04.2017

12:31 Uhr

Klöckner Pentaplast kauft Linpac

Folienhersteller verstärkt sich in Großbritannien

Klöckner Pentaplast übernimmt den britischen Lebensmittelverpackungs-Hersteller Linpac. Der angekündigte Börsengang des deutschen Folienherstellers in New York könnte sich dadurch verzögern

Durch den Zukauf könnte sich der Börsengang des Konzerns verzögern. picture-alliance

Klöckner Pentaplast

Durch den Zukauf könnte sich der Börsengang des Konzerns verzögern.

FrankfurtDer rheinland-pfälzische Folienhersteller Klöckner Pentaplast verstärkt sich vor dem geplanten Börsengang in den USA mit einem Zukauf in Großbritannien. Das Unternehmen schluckt den britischen Lebensmittelverpackungs-Hersteller Linpac, wie Klöckner Pentaplast am Freitag in Montabaur mitteilte. Linpac gehört wie Pentaplast dem US-Finanzinvestor SVP Global (Strategic Value Partners), der beide Firmen über den Aufkauf von Krediten erworben hatte – Linpac erst 2014, Pentaplast zwei Jahre vorher. Linpac stand seit dem Herbst zum Verkauf, damals war der Firmenwert auf rund eine halbe Milliarde Euro geschätzt worden.

Mit der Übernahme von Linpac wächst Klöckner Pentaplast von 1,4 Milliarden auf mehr als zwei Milliarden Dollar Umsatz. Zu den 3600 eigenen Mitarbeitern kommen 2700 von Linpac hinzu. Die Briten sind auf Plastikschalen und Folien für die Verpackung von Lebensmitteln wie Fleisch, Gemüse und Gefriergut spezialisiert, die in der Pharmabranche starke Pentaplast hat in diesem Bereich noch Nachholbedarf.

Der Ende des vergangenen Jahres angekündigte Börsengang in New York dürfte sich mit der Fusion etwas verzögern, weil der Zukauf erst in der Bilanz verarbeitet werden muss. Klöckner Pentaplast war aus Teilen der Klöckner-Werke AG und der früheren Hoechst AG (Kalle Pentaplast) entstanden, seit 2001 gehört es Finanzinvestoren.

Von

rtr

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