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18.11.2016

10:18 Uhr

KMW-Nexter

Panzerhersteller soll Interesse an Volvo-Militärgeschäft haben

Erst zu Beginn des Monats hat Volvo ihre Militärlastersparte zum Verkauf gestellt. Mit dem Panzerhersteller KMW-Nexter hat sich laut einem Bericht bereits ein ernsthafter Interessent gefunden.

Der Nutzfahrzeug-Konzern will die Militärlastersparte veräußern. Interessenten sind zahlreich vorhanden. Reuters

Volvo

Der Nutzfahrzeug-Konzern will die Militärlastersparte veräußern. Interessenten sind zahlreich vorhanden.

MünchenDie deutsch-französische Panzerschmiede KMW-Nexter will einem Zeitungsbericht zufolge die Militärlastersparte der schwedischen Volvo kaufen. Mit dem Kauf wolle der bisher vor allem auf Panzer spezialisierte Hersteller sein Geschäft auf Lastwagen ausweiten, berichtete „Die Welt“ am Freitag unter Berufung auf Kenner des Vorgangs. Volvo hatte die Sparte „Governmental Sales“ erst Anfang November zum Verkauf gestellt.

Mit militärischen Lkw macht der Konzern bislang gut 400 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Das Segment beschäftigt rund 1300 Mitarbeiter, davon viele in Frankreich, weil die Renault-Militärlasterproduktion auch zu Volvo gehört. KMW-Nexter wollte sich zu den Angaben nicht äußern.

Volvo erklärte, der Konzern habe den Verkaufsprozess erst jüngst aufgesetzt. „Wir haben bislang noch keinen Kontakt zu einem Bieter gehabt“, erklärte ein Sprecher. „Wir sind noch in der Beratungsphase. Die Gespräche mit den Gewerkschaften etwa sind noch nicht abgeschlossen.“ Als weitere Interessenten für die Volvo-Sparte werden die französische Thales und die deutsche Rheinmetall gehandelt.

KMW-Nexter versucht sich seit seinem Zusammenschluss vor etwa einem Jahr angesichts des immer schwieriger werdenden Geschäfts mit militärischen Landsystemen an einer Konsolidierung der europäischen Rüstungsbranche.

Von

rtr

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