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15.12.2015

15:05 Uhr

KMW und Nexter

Panzerbauer besiegeln ihre Fusion

Europas neuer Rüstungsriese: Durch ihren Zusammenschluss wollen sich Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann und Nexter gegen die US-Konkurrenz wappnen. KMW machte zuletzt die restriktive deutsche Exportpolitik zu schaffen.

Dem deutschen Panzerbauer machte zuletzt eine restriktive deutsche Exportpolitik zu schaffen. AFP

Krauss-Maffei Wegmann (KMW)

Dem deutschen Panzerbauer machte zuletzt eine restriktive deutsche Exportpolitik zu schaffen.

BerlinDie Fusion des deutschen Panzerbauers Krauss-Maffei Wegmann (KMW) mit seinem französischen Rivalen Nexter zu einem der größten Rüstungskonzerne in Europa ist in trockenen Tüchern. Beide Unternehmen vollzogen nach eigenen Angaben am Dienstag ihren Zusammenschluss. Der neue Konzern hat 6000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von etwa zwei Milliarden Euro.

KMW und Nexter wollen mit dem Zusammenschluss besser gegen die Konkurrenz vor allem aus den USA gewappnet sein. Auch hofft KMW, dass die Fusion eine Harmonisierung der Rüstungsexportregeln in Europa auslösen könnte.

Dem Panzerbauer machte zuletzt eine restriktive deutsche Exportpolitik zu schaffen. Allerdings hatte das Bundeswirtschaftsministerium deutlich gemacht, dass die strengen deutschen Regeln auch dann gelten, wenn deutsche Zulieferungen oder deutsches Know-How in Produkte eines fusionierten Unternehmens im Ausland einflössen.

Nexter war bislang über die Holding GIAT in französischem Staatsbesitz, während KMW einer Familienholding gehört. Beide bündeln ihre Anteile nun in einer niederländischen Holding, an der jede Seite die Hälfte hält. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte einst auf „nationale“ Fusion von KMW mit Rheinmetall gedrängt, sich damit aber nicht durchgesetzt.

Von

rtr

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