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24.05.2011

12:30 Uhr

Koenig & Bauer

Hunderte weiterer Stellen in Gefahr

Beim weltweit zweitgrößten Druckmaschinenhersteller sind weitere Arbeitsplätze in Gefahr. Ende März zählte der Konzern noch 6404 Mitarbeiter. Vor der Wirtschaftskrise waren noch mehr als 8200 Menschen.

Walzen von Druckmaschinen in einer Montagehalle von Koenig und Bauer. Quelle: dpa

Walzen von Druckmaschinen in einer Montagehalle von Koenig und Bauer.

Koenig + Bauer hat massiv unter der Krise gelitten. Nach Worten eines Konzernsprechers erholt sich der Markt für Rollenmaschinen etwa für den Zeitungsdruck nicht so stark wie erhofft.

Betroffen vom neuerlichen Stellenabbau könnten die fränkischen Werke Würzburg und Trennfeld sowie Frankenthal in Rheinland-Pfalz sein, wie der Konzern in Würzburg mitteilte. Zuvor hatte die „Main-Post“ über die Pläne berichtet. Eine endgültige Entscheidung über dem Umfang des Stellenabbaus ist nach Unternehmensangaben noch nicht getroffen. Vorstand und Aufsichtsrat wollen bei der nächsten Aufsichtsratssitzung Mitte Juni über das Thema weiter beraten.

Zur Lage bei Rollenmaschinen erklärte das Unternehmen das jährliche Marktvolumen habe sich durch den anhaltenden Trend zu Online-Medien, Konzentrationstendenzen in der Druckbranche und immer produktivere Maschinen von früher gut zwei Milliarden auf deutlich unter eine Milliarde Euro mehr als halbiert. „Auch mittelfristig wird von keiner wesentlichen Erholung ausgegangen.“

Für das Gesamtjahr erwartet der Druckmaschinenhersteller ein Umsatzplus im einstelligen Prozentbereich. 2010 lagen die Erlöse bei 1,18 Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis solle nach 15,3 Millionen Euro im Vorjahr moderat wachsen. Am Frankenthaler Standort protestieren die Mitarbeiter seit dem 5. Mai gegen die anstehenden Stellenstreichungen. Das Werk ist von der Belegschaft abgeriegelt, die Produktion ruht.

Von

dpa

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