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11.11.2011

14:36 Uhr

Kommentar

Die meistgehasste Zahl der Autobranche

VonFlorian Brückner

Ford will nicht der größte Autobauer der Welt werden - und ist mit diesem Wunsch nicht allein. Keiner will mehr die Nummer Eins der Branche sein. Kein Wunder - aber die neuen Ziele sind auch nicht kleiner.

Während Ford zumindest in der Autobranche nicht die Nummer Eins werden will, gilt das für die Rally wohl kaum. Hier zählen nur Siege. dapd

Während Ford zumindest in der Autobranche nicht die Nummer Eins werden will, gilt das für die Rally wohl kaum. Hier zählen nur Siege.

Gut, dass die Autobranche kein Formel-1-Rennen ist - ansonsten wäre Sebastian Vettel wahrscheinlich nie Weltmeister geworden. Und ein anderer Fahrer auch nicht. Die Automobilindustrie erinnert derzeit nämlich an ein Wettrennen, bei dem zwar alle vorne mitspielen wollen, aber niemand den ersten Platz belegen will - zumindest offiziell.

Gerade erst hat Ford-Chef Alan Mulally erklärt, dass Ford nicht darauf abziele, die Nummer Eins der Welt zu werden. Und er ist nicht allein. Steve Girsky, Vize-Chef von General Motors, verkündete jüngst auf der Autoshow IAA in Frankfurt, dass  es für GM nicht mehr wichtig sei, “ob wir weltweit von Stückzahlen her die Nummer Eins” sind. Nanu, was ist denn da passiert?

Jahrelang konnte man nicht nur in Detroit bei GM, sondern fast schon in der ganzen Autobranche nicht genug von der Zahl Eins bekommen, wollte jeder der großen Autobauer auch gleich der größte der Welt, sprich, die Nummer Eins sein. Die Wettrennen um die Eins waren legendär: General Motors gegen Toyota, USA gegen Japan. “Alte” Autowelt gegen neue. Oder Volkswagen gegen Fiat, Deutschland gegen Italien, Polo gegen Uno.

Wie besoffen pumpten die Konzerne jahrzehntelang Autos in den Markt. Frei nach dem Motto: Produziert ist schon halb verkauft - Hauptsache die Nummer Eins. In ihren Betten zählten die Autobosse nachts keine Schäfchen, sondern Autos - eins nach dem anderen. Aus und vorbei.

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