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02.09.2015

11:53 Uhr

Kommentar zum VW-Chef

Gestärkt auf die IAA

VonMarkus Fasse

Genugtuung für Martin Winterkorn: Der Volkswagen-Chef, der noch im Frühjahr von Patriarch Ferdinand Piëch öffentlich angezweifelt worden war, soll den Autobauer bis 2018 lenken. Es gibt viel zu tun. Ein Kommentar.

Der Vorstandsvorsitzende von VW hat gut lachen. Er darf wohl bis 2018 bleiben. ap

Martin Winterkorn

Der Vorstandsvorsitzende von VW hat gut lachen. Er darf wohl bis 2018 bleiben.

Martin Winterkorn darf bis 2018 Vorstandsvorsitzender von Volkswagen bleiben. Der Aufsichtsrat setzt mit der bereits angekündigten, aber vorzeitigen Vertragsverlängerung im Vorfeld der Automesse IAA ein starkes Signal. Denn Winterkorn geht damit nicht nur gestärkt zum wichtigen Branchentreff nach Frankfurt.

Der VW-Chef hat damit auch ein starkes Votum erhalten, den lang angekündigten Konzernumbau umzusetzen. Der soll im Oktober verkündet werden und Volkswagen in drei Holdings aufteilen. Damit soll der Autohersteller schneller auf die sich rasant verändernden Märkte reagieren können.

Redakteur im Ressort Unternehmen & Märkte privat

Markus Fasse

Redakteur im Ressort Unternehmen & Märkte

Denn der Wind im weltweiten Autogeschäft dreht sich, Volkswagen spürt das. Die Absatzeinbrüche in Russland, Brasilien und vor allem China treffen den Konzern ins Mark. Die Wolfsburger müssen jetzt endlich ihr Kerngeschäft sanieren und sich Luft verschaffen für Zukunftsinvestitionen für alternative Antriebe, die Vernetzung der Autos und die Digitalisierung der Kundenbeziehungen.

Martin Winterkorn, der seit 2007 an der Spitze des Konzerns steht, soll diesen Umbruch einleiten und die neuen Strukturen durchsetzen.

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Der Automobilriese ist im Sommer 2015 ein Konzern im Wandel. Alles scheint in Bewegung: Das Management, die Märkte und nicht zuletzt die Eigentümerfamilien. Absatzprobleme gibt es besonders in China und den USA.

Für den 68-Jährigen ist die Vertragsverlängerung auch eine Genugtuung. Der Machtkampf mit seinem Ziehvater Ferdinand Piëch im April hat Winterkorn persönlich getroffen. Jetzt hat er die uneingeschränkte Rückendeckung der Familien Porsche und Piëch, der Arbeitnehmer und der Politik, um Deutschlands wichtigsten Industriekonzern in eine gute Zukunft zu führen.

Die Chance sollte er jetzt nutzen. Über Personalien ist in Wolfsburg in diesem Jahr schon genug geredet worden.

Kommentare (1)

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Herr Vitto Queri

02.09.2015, 15:25 Uhr

>> Gestärkt auf die IAA >>

Die IAA fällt dieses Jahr ( und auch die nächsten Jahre ) aus.

Die Messe-Hallen werden für Flüchtlinge gebraucht !

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