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17.01.2012

18:02 Uhr

Kommunalversorger

MVV baut Windparks lieber an Land

ExklusivDie Mannheimer MVV Energie, der einzige börsennotierte Stadtwerke-Konzern Deutschlands, hält Offshore-Parks für Kommunalversorger schlicht für unrentabel und zu riskant – und setzt lieber auf Windenergie an Land.

Georg Müller ist seit Januar 2009 Chef des Mannheimer Energieversorgers MVV. dpa

Georg Müller ist seit Januar 2009 Chef des Mannheimer Energieversorgers MVV.

Düsseldorf„Offshore-Windparks sind für uns angesichts der hohen Kosten in Verbindung mit den technischen Risiken derzeit nicht attraktiv“, sagte Vorstandschef Georg Müller im Gespräch mit dem Handelsblatt (Mittwoch). „Jedes Projekt muss profitabel sein. Deshalb investieren wir in Onshore-Windkraft.“

Windparks auf dem Festland seien im Gegensatz zu den Offshore-Anlagen technologisch erprobt, sagte Müller. Nach seinen Worten gibt es auch noch genügend Standorte – beispielsweise in Baden-Württemberg. Eines der größten Probleme, der Widerstand der Bürger gegen Anlagen in ihrer Nachbarschaft, habe sich gelegt: „Die Akzeptanz für die Windräder ist durch die Energiewende gestiegen.“

Die Windenergie spielt in den Plänen der Bundesregierung, bis 2020 den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion von derzeit 20 auf 35 Prozent zu erhöhen, eine große Rolle. Die Politik setzt dabei aber vor allem auf große Windparks vor den Küsten von Nord- und Ostsee, die dank kräftiger Winde eine große Ausbeute haben und mit einer Gesamtleistung von mehreren Hundert Megawatt die Leistung von Gas- und Kohlekraftwerken erreichen können.

Die Entwicklung stockt aber. Der Anschluss an die Stromnetze verzögert sich, und die Behörden kommen nicht mit der Genehmigung hinterher, wie jüngst der Erneuerbare-Energien-Chef von RWE Fritz Vahrenholt klagte.

Von

kup

Kommentare (8)

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GERMANIENPATRIOT

17.01.2012, 22:03 Uhr

weiteres zu Offshore unter www.state-union.us bzw. unter dem Link: http://state-union.us/seiten/European%20Union.htm die offenkundigen Tatsachen zu lesen - Merkel, Rösler, Roettgen Ferlemann, Carstensen. McAllister etc. schweigt

Account gelöscht!

18.01.2012, 00:07 Uhr

Windparks in der Nordsee (wie bspw. auch in DK oder England) können viel Strom erzeugen und stören keinen Bürger. Nur an der Anbindung ans Stromnetz wird gespart (absichtlich?), unverständlich! Windanlagen an Land, die in der Nähe von Wohngebieten stehen können unangenehme Geräusche und Schatten verursachen und vor allem in Süddeutschland ist der Wind oft nicht ausreichend, von der Landschaftszerstörung ganz abgesehen. Offshore sollte man eine Chance geben, das Potenzial ist riesig.

vandale

18.01.2012, 07:38 Uhr

Cherusker, Die Windstromeinspeisung schwankt in Deutschland, On- und Offshore, zwischen nahe 80 und 20.000 MW (nahe Nennleistung). In einem bedarfsgesteuertem Netz in dem zu jedem Augenblick soviel Strom eingespeist werden muss, wie nachgefragt wird bedarf es Schattenkraftwerke die im unwirtschaftlichen Teillast- oder warm in Bereitschaft gehalten werden. Windstrom ist ziemlich wertlos, Wert ca. 1c/kWh.

Der Materialaufwand Windmühlen zu bauen beträgt ein 34-faches eines umweltfreundlichen Kernkraftwerks (Vergleich 2 MW Windmühle Land - AP1000 KKW). Auf See ist das Verhältnis noch schlechter. Windstrom ist demzufolge sehr umweltschädlich.

Die Subventionssätze für den umweltschädlichen Offshore Windstrom betragen 15,5 c/kWh. Gem. eigener Analyse und den Aussagen einiger Energiemanager reicht dies nicht für eine Kostendeckung. Die Anbindung an Land, die vom Versorger zu leisten ist, kostet mehr als der Strom eines modernen, umweltfreundlichen Kernkraftwerks, (Betriebskosten 1,5 - 2c/kWh).

Mit Landwindmühlen können Sie ökologisch - religiös gestimmte Herzen erwärmen. Welchen Zweck sollen diese ökoreligiösen Monumente auf See erfüllen, den Fischen vom religiösen Glauben der Deutschen künden??

Vandale

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