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13.03.2013

16:24 Uhr

Kompromiss

Renault-Mitarbeiter akzeptieren Sparplan

Bei Renault fallen 7500 Stellen weg, Löhne und Gehälter werden nicht erhöht. Im Gegenzug schließt der Autobauer kein französisches Werk. Diesem Kompromiss haben die Beschäftigten heute zugestimmt.

Die Beschäftigten haben erhebliche Einschnitte akzeptiert. Reuters

Die Beschäftigten haben erhebliche Einschnitte akzeptiert.

ParisAus Sorge um ihren Arbeitsplatz haben die Beschäftigten des französischen Autobauers Renault einen weitreichenden Sparplan der Unternehmensführung akzeptiert. Ein am Mittwoch von Gewerkschaftsvertretern und Konzernchef Carlos Ghosn unterzeichnetes Abkommen sieht eine Verlängerung der Arbeitszeiten sowie ein Einfrieren der Löhne und Gehälter bis mindestens Ende 2013 vor. Zudem sollen bis 2016 rund 7.500 freiwerdende Stellen nicht wieder besetzt werden.

Im Gegenzug verpflichtet sich Renault, vorerst kein französisches Werk zu schließen. Die Produktion im Heimatland soll bis 2016 sogar auf 710.000 Fahrzeuge jährlich steigen. Im vergangenen Jahr wurden dort lediglich 530.000 gebaut, wie das Unternehmen mitteilte.

Die zehn größten Autohersteller Europas 2012

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Konzernchef Ghosn lobte die nach monatelangen Verhandlungen zustande gekommene Einigung als exemplarisch. Gemeinsam habe man Weitsicht unter Beweis gestellt, kommentierte der Manager. In einem Interview der französischen Wirtschaftszeitung bezifferte er das jährliche Einsparpotenzial der Pläne auf mindestens 500 Millionen Euro.

Der nach PSA Peugeot Citroën zweitgrößte französische Autobauer hatte wegen der Absatzkrise in Europa zuletzt erhebliche Gewinneinbußen verkraften müssen. Im vergangenen Jahr sank das Ergebnis um 15 Prozent auf 1,77 Milliarden Euro. Der Kernbereich des Unternehmens rutschte sogar mit einem operativen Verlust von 25 Millionen Euro in die roten Zahlen.

Dass unter dem Strich dennoch ein Milliardengewinn stand, hatten die Franzosen nur ihrer Beteiligung am japanischen Konzern Nissan, guten Bankgeschäften sowie dem Verkauf von Aktien des Nutzfahrzeugherstellers Volvo AB zu verdanken. Insgesamt geht es Renault allerdings noch deutlich besser als Konkurrent PSA. Die französische Nummer eins wies im Vorjahr einen Rekordverlust in Höhe von mehr als fünf Milliarden Euro aus.

Von

dpa

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