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20.01.2009

11:39 Uhr

Konjunkturkrise

Lanxess führt Kurzarbeit ein

Die Chemiebranche befindet sich in einer äußerst dramatischen Lage, findet Lanxess-Chef Heitmann und führt im Leverkusener Konzern in einigen Bereichen Kurzarbeit ein. Sollte die Krise sich weiter verschärfen, schließt Heitmann auch härtere Maßnahmen nicht aus.

HB LEVERKUSEN. Lanxess-Chef Axel Heitmann hat laut Medienberichten angekündigt, in einigen Bereichen Kurzarbeit einzuführen. Die deutsche Chemieindustrie steht nach seiner Einschätzung vor dramatischen Herausforderungen. "Ich würde die Situation mit einem Tsunami vergleichen, auch in der Chemieindustrie", sagte der Vorstandsvorsitzende des Leverkusener Chemiekonzerns.

Im Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern werde derzeit nach Lösungen gesucht, sagte der Manager. Es gehe darum, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Es sei nicht auszuschließen, dass es auch zu härteren Maßnahmen kommen werde, wenn sich die Krise weiter verschärfe. "Betriebsbedingte Maßnahmen sind das letzte Mittel", sagte Heitmann. Auch der geplante Umzug der Lanxess-Zentrale von Leverkusen nach Köln werde nun verschoben.

Der Lanxess-Chef teilte mit, dass trotz der Krise die Gewinnziele für 2008 erreicht würden. Geplant war ein operativer Gewinn von 710 bis 730 Millionen Euro für das abgelaufene Jahr.

Lanxess wurde 2004 aus dem Bayer-Konzern ausgegründet, an die Börse gebracht und gehört heute zu den größten Chemiekonzernen in Deutschland. Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hatte am Montag Kurzarbeit bekanntgegeben.

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