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01.09.2011

02:58 Uhr

Konkurs-Anmeldung

US-Solarzellenhersteller Solyndra ist am Ende

Der kalifornische Solarzellenhersteller Solyndra entlässt seine über 1000 Mitarbeiter und meldet Konkurs an. Das Unternehmen hatte hochrangige Besucher und staatliche Kredite erhalten. Das reichte aus anderen Gründen nicht aus.

Die dritte Pleite im August bei den US-Solarzellenherstellern. dpa

Die dritte Pleite im August bei den US-Solarzellenherstellern.

WashingtonDer von US-Präsident Barack Obama als Vorzeigebeispiel gepriesene Solarzellenhersteller Solyndra ist bankrott. Das kalifornische Unternehmen teilte am Mittwoch mit, 1.100 Beschäftigte würden entlassen und Gläubigerschutz beantragt. Solyndra war ein Aushängeschild für die Investitionen der Regierung in umweltfreundliche Technologien.

Das Unternehmen erhielt eine halbe Milliarde an staatlichen Krediten. Unter anderen besuchten Präsident Obama, der frühere kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger und Energieminister Steven Chu das Werk in der Stadt Fermont.

Solyndra ist bereits der dritte US-Solarzellenhersteller, der im August Konkurs anmelden musste. Die Unternehmensverantwortlichen nannten ungünstige Bedingungen in der Solarindustrie in Verbindung mit der weltwirtschaftlichen Lage als Ursache für den Bankrott.

Am Ende habe das Unternehmen kein frisches Kapital mehr auftreiben können, sagte Unternehmenspräsident Brian Harrison. Die Preise für Solarzellen fielen in diesem Jahr um 42 Prozent - hauptsächlich aufgrund der Konkurrenz aus China.



Von

dapd

Kommentare (1)

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01.09.2011, 06:42 Uhr

Ich glaube auch,dass diese Branche komplett am Ende ist und man schleunigst eine neue Technologie entwickeln sollte,die nicht so leicht kopiert werden kann und den Chinenesen jetzt
"ihre"Produkte nur noch abkaufen sollte,wenn man sie so drücken kann,dass sie in absehbarer Zeit das gleiche Schicksal ereilt wie die westliche Solarbranche.
Ohne einen Technologievorsprung läßt sich gegen die Massen in China kein Fuß breit Boden gewinnen.

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