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23.01.2004

09:05 Uhr

Konsumflaute und starker Euro belasten

Wella-Umsatz zurückgegangen

Die Konsumflaute in wichtigen Märkten sowie der starke Euro haben Wella zugesetzt. Nach vorläufigen Zahlen hat der mittlerweile zu Procter & Gamble gehörende Haarpflegespezialist im vergangenen Jahr etwas weniger umgesetzt als noch 2002.

HB DARMSTADT. Der Umsatz sei um 2,3 % auf 3,3 Mrd. € gesunken, teilte Wella am Freitagmorgen mit. Das operative Ergebnis sei mit 313 Mill. € leicht rückläufig gewesen. Vor Steuern sei der Gewinn mit 239 Mill. € dagegen etwas gestiegen. Einen Ausblick auf das laufende Jahr legte der Konzern nicht vor.

„Neben der schwierigen Situation in den großen Konsumgütermärkten Deutschland, den USA und Japan, haben starke Einflüsse der wichtigen ausländischen Währungen dieses Ergebnis negativ beeinflusst“, hieß es in der Mitteilung. Kunden und Mitarbeiter seien zudem angesichts des Übernahmeprozesses unsicher. Vor diesem Hintergrund sei Wella mit der Geschäftsentwicklung zufrieden.

Der US-Konsumgüterkonzern P&G hatte vergangenes Jahr Wella für rund sechs Mrd. € übernommen, dabei aber nicht die notwendige Schwelle von 95 % für das Hinausdrängen der Minderheitsaktionäre erreicht. P&G stößt bei der Übernahme von Wella nach wie vor auf den Widerstand einiger Vorzugsaktionäre, darunter einige Fonds. Diese lehnen einen Verkauf ihrer Papiere ab, da sie die gebotenen 65 € je Vorzugsaktie als zu niedrig ansehen. Für die Wella-Stammaktien hatte P&G 92,25 € je Anteilsschein geboten. Mitte Dezember hielt P&G nach Angaben von Wella 81,1 % aller Wella-Aktien.

Im größten Geschäftsbereich Friseur betrug nach Unternehmensangaben im vergangenen Jahr das Umsatzminus 3,4 %. In der Comsumer-Sparte, die Produkte wie Shampoos für den Einzelhandel herstellt, ging der Umsatz um 9,2 % zurück. Dagegen stiegen die Erlöse im Bereich Kosmetik & Duft um neun Prozent.

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