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25.10.2011

18:34 Uhr

Konsumgüterhersteller

Reckitt Benckiser mit schwächerem Wachstum

Henkel-Konkurrent Reckitt rechnet mit geringerem Wachstum und enttäuscht damit die Investoren. Die Gesundheitsreformen in den USA hinterlassen ihre Spuren.

Produkte von Reckitt Benckiser. Reuters

Produkte von Reckitt Benckiser.

LondonDer britische Pharma- und Konsumgüterhersteller Reckitt Benckiser rechnet wegen der Gesundheitsreform in den USA zum Jahresende mit einem geringeren Wachstum. Wie der Henkel-Konkurrent am Dienstag mitteilte, legte der Marktanteil eines wichtigen Arzneimittels zur Behandlung von Suchtkranken weniger stark zu. Investoren reagierten auf die Äußerungen enttäuscht. Die Aktie gab um 3,4 Prozent nach.

Reckitt zufolge werden die Reformen in den USA seine Pharmasparte treffen, die ein Viertel des Konzernumsatzes erwirtschaftet. Für den Umsatz der Tochter prognostizierte Reckitt ein Minus von 15 Prozent im vierten Quartal. Der Gewinn soll demnach noch stärker zurückgehen. Reckitt ist in der Pharmasparte vor allem von dem Medikament Suboxone abhängig, mit dem bei Suchtkranken Entzugserscheinungen behandelt werden. Das Mittel wird in den USA vor allem von der staatlichen Krankenversicherung Medicaid bezahlt.

Reckitt warnte, dass der Marktanteil der Filmversion von Suboxone langsamer gewachsen sei. Die neue Variante löst sich auf der Zunge leichter auf und kann von Heroinsüchtigen besser eingenommen werden als herkömmliche Tabletten.

Der Hersteller von Calgon-Entkalker, Kukident-Zahnprothesenreiniger oder Durex-Kondomen erwirtschaftete im dritten Quartal einen um neun Prozent höheren Gewinn und erfüllte damit die Erwartungen von Analysten. Trotz der zurückhaltenden Prognose sieht sich der britische Konzern auf gutem Wege, seine Jahresziele zu erreichen. Demnach rechnet Reckitt 2011 mit einem Umsatzzuwachs von zwölf und einem Gewinnplus von zehn Prozent.

Von

rtr

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