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17.01.2006

12:01 Uhr

Konzern erwägt Mitarbeiter-Abzug

Shell gerät in Nigeria unter Beschuss

Der Ölkonzern Royal Dutch Shell ist in Nigeria innerhalb kurzer Zeit zum vierten Mal Ziel eines Rebellenangriffs geworden.

HB DÜSSELDORF. Am Wochenende hatte eine bewaffnete Gruppe eine Station der nigerianischen Shell-Tochter SPDC attackiert. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Dabei starb ein Mitarbeiter einer Catering-Firma, zehn Personen wurden verletzt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters liegt die Anzahl der Toten jedoch bei sechs.

Der Angriff war bereits der vierte in kurzer Zeit. In der vergangenen Woche hatte offenbar die gleiche Rebellengruppe eine wichtige Pipeline im Niger Delta gesprengt und Mitarbeiter von Shell-Auftragnehmern entführt. Der Konzern hat nun über 300 seiner Leute vor Ort evakuiert. Als Folge der Unruhen fallen täglich 106 000 Barrel Öl (je 159 Liter) aus der Produktion eines Joint Ventures von Shell, der staatlichen nigerianischen NNPC, Total und Agip aus.

Shell ist einer der wichtigsten Investoren in Nigeria, dem größten Ölproduzenten Afrikas und Mitglied der Opec. Die Aktivitäten der westlichen Ölfirmen im ölreichen und dicht besiedelten Niger-Delta gelten aber als heikel. Erst im vergangenen Sommer hatte eine überparteiliche Kommission des britischen Parlaments die Region besucht und die Ölkonzerne zu weiteren Anstrengungen speziell im Umweltschutz und im sozialen Bereich ermahnt.

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