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20.01.2005

16:30 Uhr

Konzern will Marktanteil ausbauen

Novartis erneut mit Rekordgewinn

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat 2004 zum achten Mal in Folge einen Rekordergebnis erzielt. Der Gewinn stieg um 15 Prozent auf 5,77 Milliarden Dollar. Und Novartis will auch im nächsten Jahr noch einmal zulegen.

HB ZÜRICH. Auch wenn der Markt schwierig bleibe, wolle Novartis Marktanteile hinzugewinnen, sagte Konzernchef Daniel Vasella am Dienstag auf der Bilanzmedienkonferenz in Basel. Der Konzernumsatz wuchs um 14 % auf 28,25 Mrd. Dollar, wobei die Erlöse in der grössten Division Pharma um 15 % auf 18,50 Mrd. Dollar zunahmen. Die Dividende soll um fünf Rappen auf 1,05 sfr steigen.

Die Börse reagierte verhalten. Novartis habe die eigenen Aussichten für 2205 eher unspektakulär dargestellt, erklärte ein Analyst. Auch ein Rückgang der Margen gefiel Analysten wenig.

Novartis-Konzernchef Daniel Vasella wollte trotz des neuen Rekordgewinns nicht in Euphorie verfallen. Der Welt-Pharmamarkt werde dieses Jahr vielleicht nur um rund sieben Prozent wachsen, sagte er. Doch der Basler Konzern setzt darauf, Marktanteile hinzugewinnen zu können und strebt ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen im hohen einstelligen Bereich an. Im Berichtsjahr 2004 betrug das Umsatzwachstum in Lokalwährungen im Konzern neun Prozent und im Pharmabereich zehn Prozent.

Nachahmermedikamente (Generika) würden weiter an Bedeutung gewinnen, so Vasellas Einschätzung. Novartis betreibt dieses Geschäft mit der Konzerntochter Sandoz, die zuletzt aber ein wenig ein wachstumsschwaches Sorgenkind war. Zum Jahresende fielen dort Restrukturierungskosten von rund 37 Mill. Dollar an. Verkaufspläne gebe es keine, und es sollten auch keine weiteren Abschreibungen mehr anfallen, so Vasella weiter. Der Bereich solle organisch und mit der Hilfe von Übernahmen wachsen. Damit dürften auch Spekulationen über Verkaufspläne vom Tisch sein.

Spätestens im Jahr 2009 will der Konzern die Zahl seiner Blockbuster auf dem Markt von fünf auf sieben erhöhen - Blockbuster sind Medikamente mit einem Jahresumsatz von mindestens einer Milliarde Dollar, so Pharmachef Thomas Ebeling. Dazu zählen die Krebsmittel Femara, Zometa und Glivec sowie Elidel, Zelnorm, Lotrel und Diovan.

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