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05.02.2004

12:03 Uhr

Konzern will Ölreserven besser schätzen

Unsichere Zeiten für Royal Dutch Shell

Das britisch-niederländische Ölunternehmen Royal Dutch/Shell hat 2003 einen seiner höchsten Gewinn eingefahren, der aber unter der Rekordsumme aus dem Jahr 2000 lag. Ein noch besseres Ergebnis verhinderten unerwartet schlechte Ergebniszahlen im Schlussquartal.

HB LONDON. In den letzten drei Monaten des Geschäftsjahrs 2003 verzeichnete der niederländisch- britische Konzern nach Angaben vom Donnerstag nach einer bereits angekündigten Sonderbelastung einen bereinigten Gewinn von 1,8 Milliarden Dollar, während Analysten mit 2,0 bis 3,3 Milliarden gerechnet hatten. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 2,8 Milliarden gewesen. Höhere Ölpreise konnten den Effekt der Sonderbelastung damit nicht ausgleichen.

Das Unternehmen stand zuvor schon unter Druck, weil es kürzlich eingeräumt hatte, seine Ölreserven um 20 Prozent zu hoch eingeschätzt zu haben. An den Börsen war es daraufhin zu einem Kursrutsch gekommen. Am Donnerstagmorgen fiel die Shell-Aktie in London um 1,2 Prozent auf 361 Pence.

Im Gesamtjahr 2003 verzeichnete Royal Dutch/Shell einen bereinigten Nettogewinn von 11,7 Milliarden Dollar, was eines der besten Ergebnisse der Geschichte des Unternehmens darstellt. Im Vorjahr hatte dieser noch bei 9,218 Mrd. Dollar gelegen. Im Jahr 2000 hatte das Unternehmen mit 13,111 Mrd. Dollar einen Rekordgewinn erzielt. von 1,02 Mrd. Dollar im vierten Quartal sank der bereinigte Nettogewinn auf 1,856 Mrd. Dollar von . Analysten hatten im Schnitt mit einem bereinigten Quartalsgewinn von 2,0 Mrd. Dollar gerechnet.

Den Ausblick für dieses Jahr bezeichnete der Vorstandsvorsitzende Sir Philip Watts als unsicher. „Wir operieren weiterhin in einem unsteten Umfeld“, sagte er. Zu der falschen Einschätzung der Ölreserven sagte er, das Problem sei nun erkannt. Die Schätzungen würden künftig strenger kontrolliert.

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