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11.01.2007

14:41 Uhr

Konzernchef plant starkes Wachstum

Matsushita investiert Milliarden

VonFinn Mayer-Kuckuk

Japans größter Elektrogerätehersteller Matsushita setzt sich ehrgeizige Ziele. 2009 soll der Umsatz bei zehn Bill. Yen (56 Mrd. Euro) liegen, nachdem er im vergangenen Geschäftsjahr 8,9 Bill. Yen erreichte. Matsushita vertreibt seine Waren hauptsächlich unter dem Markennamen Panasonic.

TOKIO. Die Sparte Plasma-Bildschirme, ohnehin schon Weltmarktführer, soll ihren Vorsprung ausbauen, sagte Matsushita-Präsident Fumio Otsubo gestern in Osaka. Er kündigte ein fünftes Werk für Plasma-Paneele an, das 2009 fertig sein soll. Die Gesamtgröße der Paneele, die hier im Monat vom Band laufen sollen, entspricht einer Anzeigefläche von 1 000 000 großformatigen Fernsehgeräten. Das ist zweimal mehr, als das bisher größte Matsushita-Werk leistet.

In das neue Werk will Matsushita rund 280 Mrd. Yen (1,8 Mrd. Euro) investieren. Otsubo will damit im schnell wachsenden Markt für große Plasma-Fernsehgeräte einen Weltmarktanteil von einem Viertel erreichen. Analysten beurteilen die ehrgeizige Strategie des Konzernchefs kritisch. Wenn der Markt weniger stark wachse oder die Konkurrenz unerwartet auftrumpfe, bleibe Otsubo auf den hohen Investitionen sitzen.

Matsushita kontrolliert zurzeit ein Drittel des Marktes für Plasma-Paneele. Hauptkonkurrenten sind die koreanischen Elektrokonzerne Samsung und LG sowie der japanische Hersteller Pioneer. An deren gutem Abschneiden liegt es, dass Matsushita es vermutlich nicht schafft, bis zum Ende des Geschäftsjahres am 31. März 2007 die angepeilten vier Millionen Plasma-Bildschirme zu verkaufen, sondern etwa zehn Prozent darunter bleibt.

Otsubo kündigte am Mittwoch auch eine Steigerung der Eigenkapitalrendite auf zehn Prozent an; zuletzt lag sie bei 4,2 Prozent. Matsushita hat vor vieren Jahren noch Verluste eingefahren. Otsubos Vorgänger hatte unrentable Sparten abgestoßen und die Kosten gesenkt, um den Konzern wieder auf Kurs zu bringen.

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