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24.01.2012

18:40 Uhr

Konzernumbau bei Eon

Tarifvertrag zum Stellenabbau geschlossen

Der Energiekonzern Eon hat eine Etappe beim geplanten massiven Stellenabbau absolviert: Eine Einigung mit den Gewerkschaften ist unter Dach und Fach. Für viele Mitarbeiter bedeutet das einen unbeliebten Wechsel.

Das Reinemachen beim Energiekonzern Eon beinhaltet den Abbau von 6000 Stellen allein in Deutschland. dpa

Das Reinemachen beim Energiekonzern Eon beinhaltet den Abbau von 6000 Stellen allein in Deutschland.

DüsseldorfDeutschlands größter Energiekonzern Eon hat sich mit den Gewerkschaften auf den weltweiten Abbau von 11.000 Stellen geeinigt. Davon entfallen auf Deutschland rund 6000 Stellen, wie das Unternehmen am Dienstagabend in Düsseldorf mitteilte. Damit sollen die Kosten bis 2015 auf 9,5 Milliarden Euro gesenkt und so mehr Spielraum für Investitionen geschaffen werden.

Der Konzern, der mit den Folgen des Atomausstiegs zu kämpfen hat, einigte sich mit den Gewerkschaften Verdi und IG BCE auf einen entsprechenden Tarifvertrag. Ein Stellenabbau in dieser Größenordnung war bereits seit Monaten geplant und ist damit nun besiegelt.

Die Vereinbarung sieht Vorruhestandsregelungen, Abfindungen sowie die Gründung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft vor. Viele Mitarbeiter werden auch in eine Transfergesellschaft wechseln. Ziel sei es vor allem, die Mitarbeiter zu qualifizieren und in neue Beschäftigung zu bringen. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit bis 2016.

Eon hat wegen des Atomausstiegs bis 2022 Verfassungsklage eingereicht und hofft auf Milliarden-Entschädigungen vom Bund. Nach der Katastrophe von Fukushima im März 2011 hatte Eon in Deutschland zwei ältere Atommeiler stilllegen lassen müssen.

Die Klage in Karlsruhe richte sich ausdrücklich nicht gegen die Energiewende, hatte das Unternehmen betont. Der Energieriese plant Milliarden-Investitionen in den Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

24.01.2012, 19:10 Uhr

Also ihr rot/grünen Traumtänzer
Wo und wie gedenkt ihr nun die wegfallenden Arbeitsplätze zu kompensieren ? Das war doch euer Versprechen , nicht war ?
Mit Solar habt ihr ja nun wirklich schlechte karten und bei Wind (Vestas ) bleiben auch immer mehr Traumschlösser als Realitätssinn übrig .
Nun , dann macht mal eine klare ansage !!!

Account gelöscht!

24.01.2012, 21:19 Uhr

Die werden alle zu Hauptberuflichen Gleichstellungsbeauftragen, Walldorfkindergärtnern und Musik- und Tanzpädagogen umgeschult ...

Rene

25.01.2012, 08:06 Uhr

Die müßten auf dem Marktplatz an den Pranger - wie im Mittelalter, um zu erleben, was ihre übereilte ideologische Politik bei den Arbeitnehmern anrichtet.

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