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31.07.2012

18:33 Uhr

Konzernumbau bei RWE

Verhandlungen über Jobgarantie vertagt

Die deutschen RWE-Beschäftigten bekommen vorerst keine neue Jobgarantie. Verhandlungen dazu wurden ohne Ergebnis vertagt. Doch die Stimmung ist offenbar freundlicher als es vor Beginn der Gesprächsrunde schien.

Der Hauptsitz des Energieversorgungsunternehmens RWE. dapd

Der Hauptsitz des Energieversorgungsunternehmens RWE.

EssenDie mehr als 40.000 deutschen Beschäftigten beim Energiekonzern RWE müssen weiter um eine neue Jobgarantie bangen. Verhandlungen der Geschäftsführung mit der Gewerkschaft Verdi dazu wurden am Dienstagnachmittag ergebnislos vertagt. „Wir sind von einer Einigung noch weit entfernt, sie ist aber prinzipiell möglich“, sagte Verdi-Sprecher Jan Jurczyk. Das zunächst befürchtete Scheitern der Verhandlungen sei nicht eingetreten. Die Arbeitnehmer warteten nun auf konkretes Angebot der RWE-Spitze und weitere Verhandlungstermine, sagte der Verdi-Sprecher.

Der Energiekonzern baut spürbar Personal ab. 8000 der 72 000 Stellen sollen bei RWE sozialverträglich wegfallen - etwa die Hälfte davon durch Ausgliederung und den Verkauf von Firmenteilen. Darüber hinaus stünden möglicherweise weitere 2000 Jobs zusätzlich zur Disposition, hatte die Gewerkschaft vor kurzem mitgeteilt.

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Es seien bis zu 5000 Jobs gefährdet. Ende August soll entschieden werden.

Die bisherige Beschäftigungssicherung läuft Ende 2012 aus. Die von der Gewerkschaft Verdi geforderte Verlängerung um zehn Jahre lehnt die Unternehmensführung ab, hieß es am Dienstag aus Firmenkreisen. Der Umbau des gesamten Energiesystems in Deutschland und die damit behafteten Unsicherheiten ließen solche lang laufenden Zusagen nicht mehr zu, hieß es zur Begründung.

Verdi hatte vor zwei Wochen von einem Konfrontationskurs der Unternehmensführung gesprochen und dem neuen Konzernchef Peter Terium vorgeworfen, sich nicht an sein Versprechen zu halten, die Beschäftigten beim Konzernumbau mitzunehmen. Wenn für Mitarbeiter von ausgegliederten Unternehmensteilen beziehungsweise von Beschäftigten aus Aufgabenbereichen, die ins Ausland verlagert werden, künftig nicht mehr der gleiche Tarifvertrag gelte wie für die Kernmitarbeiter, sei das ein „Kulturbruch“ bei RWE.

Bei der Präsentation der RWE-Halbjahreszahlen am 14. August wird erwartet, dass Firmenchef Terium sich auch zum aktuellen Effizienzprogramm äußert.

Von

dpa

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