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03.08.2015

14:05 Uhr

Konzernumbau

Siemens baut weniger Stellen in Berlin ab

Entwarnung bei Siemens in Berlin: An seinem weltweit größten Produktionsstandort wird weniger Angestellten gekündigt als befürchtet. Der notwendige Umbau sei „weitgehend“ ohne Entlassungen über die Bühne gegangen.

Der Schriftzug des Unternehmens Siemens in der Hauptstadt: Dort werden nun doch „weitgehend“ keine Stellen abgebaut. dpa

Siemens-Gelände in Berlin

Der Schriftzug des Unternehmens Siemens in der Hauptstadt: Dort werden nun doch „weitgehend“ keine Stellen abgebaut.

BerlinDer Stellenabbau bei Siemens in Berlin fällt vermutlich nicht so massiv aus wie von Arbeitnehmerseite befürchtet. Siemens beschäftigt an seinem weltweit größten Produktionsstandort in Berlin rund 12.000 Menschen. Im Werk für Schaltanlagen für Stromnetze, um beispielsweise damit Kraftwerke ans Netz anzuschließen, werde der notwendige Umbau „weitgehend“ ohne Arbeitsplatz-Kürzungen angegangen, verlautete am Montag aus Unternehmenskreisen.

Als Grund wurden bevorstehende Großaufträge genannt. Darüber habe das Management am Freitag den Wirtschaftsausschuss des Konzerns informiert. Ein Siemenssprecher wollte sich dazu nicht äußern. Die Industriegewerkschaft Metall hatte im Juni mitgeteilt, 600 der 2700 Arbeitsplätze im sogenannten Schaltwerk stünden auf dem Prüfstand.

Nun sollen die Kosten durch andere Maßnahmen gesenkt werden, etwa verbesserte Abläufe in Herstellung und Logistik. Keine Entwarnung gibt es bislang für die Beschäftigten im Gasturbinenwerk. Dort stehen nach Gewerkschaftsangaben 800 von 3800 Arbeitsplätzen auf dem Spiel.

Hintergrund des geplanten Stellenabbaus sind nach Konzernangaben Schwierigkeiten auf dem Markt für große Turbinen. Allein in Deutschland sollen insgesamt 5100 Arbeitsplätze wegfallen. Zu einzelnen Standorten hat sich der Konzern noch nicht geäußert.

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Siemens: Umbau oder doch nur Abbau?

Handelsblatt in 99 Sekunden: Siemens: Umbau oder doch nur Abbau?

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dpa

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