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22.07.2014

08:33 Uhr

Kooperation bei Autoteilen

Rheinmetalls China-Connection wird enger

ExklusivBekannt ist Rheinmetall vor allem für sein Rüstungsgeschäft. Doch der Konzern ist ein großer Autozulieferer. Zusammen mit dem chinesischen Partner Hasco wollen die Düsseldorfer in dem Geschäft jetzt kräftig wachsen.

Zylinderkurbelgehäuse aus Aluminium-Legierungen: Rheinmetall bringt die Tochter KS Aluminium-Technologie in ein Gemeinschaftsunternehmen ein. Pressefoto Rheinmetall AG

Zylinderkurbelgehäuse aus Aluminium-Legierungen: Rheinmetall bringt die Tochter KS Aluminium-Technologie in ein Gemeinschaftsunternehmen ein.

DüsseldorfDer Rheinmetall-Konzern überführt einen Teil seines Autozulieferergeschäfts in ein Joint Venture mit dem chinesischen Partner Hasco. „Die Tochter KS Aluminium-Technologie werden wir in ein Joint Venture mit Hasco einbringen“, sagte Vorstandschef Armin Papperger dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Für den Geschäftsbereich hatte der Konzern schon seit längerem nach einem Partner gesucht, mit dem das künftige Wachstum besser finanziert werden könnte.

KS Aluminium-Technologie produziert vor allem am Hauptstandort Neckarsulm Aluminiumkomponenten für Motoren. Zuletzt kam der Bereich mit rund 1000 Beschäftigten auf einen Jahresumsatz von 200 Millionen Euro.

Das Volumen will Rheinmetall zügig ausweiten, wie Automotive-Vorstand Horst Binnig sagte. „Wir wollen eine globale Präsenz, um das Geschäft nach vorne zu bringen.“ Das Geld für die Expansion sollen die Chinesen beisteuern. Denn während die Deutschen ihre Tochter in die Gemeinschaftsfirma einbringen, schießt Huaya Automotive Systems Co. (Hasco) Kapital zu. Das Unternehmen gehört zum chinesischen Autobauer Saic und ist mit einem Jahresumsatz von rund 15,5 Milliarden Euro der größte Automobilzulieferer der Volksrepublik.

Das Joint Venture soll zu gleichen Teilen den Partnern gehören. Ein späterer Ausstieg von Rheinmetall sei nicht geplant. „Die Beteiligungsverhältnisse sollen langfristig unverändert bleiben“, sagte Papperger.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

Von

mur

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