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23.11.2012

17:10 Uhr

Kooperation

Magna und Avtotor wollen gemeinsam Autoteile herstellen

Die beiden Autozulieferer schließen sich zusammen. In Kaliningrad wollen sie gemeinsam Autozubehör produzieren und bis 2018 jährlich eine Viertel Million Autos montieren. Die Kosten des Projekts: mehrere Milliarden Euro.

Magna International Chef Donald Walker arbeitet künftig mit dem russischen Unternehmen Avtotor zusammen. Reuters

Magna International Chef Donald Walker arbeitet künftig mit dem russischen Unternehmen Avtotor zusammen.

MoskauDer kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna International und das russische Unternehmen Avtotor wollen in der russischen Exklave Kaliningrad gemeinsam Autoteile produzieren. Die Unternehmen unterzeichneten nach eigenen Angaben vom Freitag ein Partnerschaftsabkommen, das die Bildung „von mindestens 15 Joint Ventures“ für den Bau von Autozubehör vorsieht. Ziel sei es, bis 2018 mindestens 250.000 Autos pro Jahr im ehemaligen Königsberg zu bauen. Beliefert werden sollen demnach aber auch andere Werke in Russland sowie das Ausland.

Das schon am Donnerstag unterzeichnete Abkommen sieht auch den Bau von sechs Fabriken mit einem vollständigen Produktionszyklus vor. Darin sollen verschiedene Hersteller ihre Autos montieren können. Welche Automarken dort gebaut werden sollen, wurde nicht mitgeteilt. Avtotor montiert aber schon jetzt für verschiedene ausländische Hersteller wie Opel, BMW, Kia oder Hyundai auf russischem Boden. Das Zubehör wird bislang aber überwiegend importiert.

Der Verwaltungsratschef von Avtotor, Wladimir Scherbakow, schätzt die Investitionen laut der Zeitung „Wedomosti“ auf knapp 100 Milliarden Rubel (2,5 Milliarden Euro). Laut „Wedomosti“ vereinbarten Magna und Avtotor auch den Bau eines Hafens und Unterkünfte für 50.000 Menschen.

Von

afp

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