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09.07.2012

16:44 Uhr

Kooperation mit Pepsi

Müller-Joghurt expandiert in den USA

Der Molkereikonzern Müller und der Cola-Hersteller Pepsi tun sich zusammen, um Müller-Joghurt in den USA groß rauszubringen. Die Unternehmen wollen vom Trend zu gesünderen Lebensmitteln in den USA profitieren.

Theo Müller ist alleiniger Gesellschafter der gleichnamigen Unternehmensgruppe. dpa

Theo Müller ist alleiniger Gesellschafter der gleichnamigen Unternehmensgruppe.

New York/MünchenDer Molkereikonzern Müller wagt den Sprung über den Atlantik. Künftig werde der Cola-Hersteller Pepsico dreierlei Sorten Joghurt des Familienunternehmens in den USA verkaufen, teilten die Firmen am Montag mit. Zu dem Zweck hätten die Partner das Gemeinschaftsunternehmen Müller Quaker Dairy gegründet, das ein Werk in Batavia in der Nähe von New York bauen werde. Die Joghurtsorten würden zunächst in 17 Bundesstaaten an der US-Ostküste angeboten.

Der Milchmagnat Müller ist derzeit auf internationaler Expansionstour. Zu Jahresbeginn kaufte er die schottische Molkereifirma Robert Wiseman Dairies für rund 340 Millionen Euro. Für den Pepsi-Hersteller Pepsico ist es der erste Schritt ins Molkereigeschäft auf dem Heimatmarkt.

Der Lebensmittelkonzern hat im vergangenen Jahr bereits die größte russische Molkereigruppe Wimm-Bill-Dann übernommen und unterhält seit 2009 ein Joint-Venture mit der saudischen Almarai.

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Weniger klebrige Brause, mehr Müsliriegel: Die Strategie von Pepsi-Chefin Indra Nooyi ist ambitioniert, hat aber bisher wenig Glück gebracht. Während bei Coca-Cola die Gewinne sprudeln, meutern bei Pepsi die Aktionäre.

Die US-Lebensmittelindustrie setzt zunehmend auf gesündere Produkte. Auch beim weltgrößten Suppenhersteller Campbell Soup ist der Trend angekommen. Das Unternehmen hat es auf den Möhrenproduzenten Bolthouse Farms abgesehen. Der US-Konzern will den Hersteller von Qualitätssaft und Salatdressings für 1,55 Milliarden Dollar kaufen. Wie Campbell am Montag ankündigte, soll das Geschäft über die Aufnahme neuer Schulden finanziert werden und Ende des Sommers über die Bühne gehen.

Einkaufskriterien der Deutschen

Frische

Für 82 Prozent der von Nestlé befragten Verbrauchern gilt die Frische als das wichtigste Kriterium beim Lebensmitteleinkauf.

Günstiger Preis

Der Anteil der Verbraucher, die beim Einkauf besonders auf niedrige Preise achten, liegt bei 57 Prozent.

Saisonale Produkte

Nach dem Kriterium Saisonales Produkt kaufen 43 Prozent der Deutschen ein.

Regionale Produkte

Genauso wichtig ist ihnen die Regionalität: 43 Prozent der Verbraucher legen mehr Wert auf regionale Produkte als auf Bio.

Keine Gentechnik

43 Prozent der Konsumenten halten beim Einkauf für besonders wichtig, das keine Gentechnik eingesetzt wird.

Qualitäts- und Gütesiegel

Qualitäts- und Gütesiegel spielen bei rund 36 Prozent der Befragten eine Rolle.

Artgerechte Tierhaltung

Auf artgerechte Tierhaltung achten 36 Prozent der Deutschen beim Lebensmitteleinkauf.

Keine künstlichen Zusatzstoffe

35 Prozent wollen keine künstlichen Zusatzstoffe in den Lebensmitteln haben, die bei ihnen im Einkaufswagen landen.

Naturbelassen

Naturbelassen sollen die Produkte bei 32 Prozent der Befragten sein.

Wenig Zucker

Auf wenig Zucker achten 26 Prozent der Deutschen beim Einkauf.

Bioprodukte

Am wenigsten achten die Deutschen laut Nestlé beim Lebensmitteleinkauf auf das Kriterium Bio: Nur 19 Prozent der Befragten interessieren sich dafür.

Campbell hat auf den verschärften Wettbewerb bereits mit Stellenabbau, Kürzungen bei den Werbeausgaben und dem kompletten Rückzug aus dem Russland-Geschäft reagiert. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Konzern, der durch die berühmte Stilisierung seiner schlichten Dose für Tomatensuppe durch den Künstler Andy Warhol 1962 weltweit bekannt wurde, mit Problemen. Der bereinigte Gewinn je Aktie werde um fünf bis sieben Prozent nachgeben, hieß es. In Deutschland gehören die Suppenmarken Erasco und Heisse Tasse zum Sortiment.

Von

rtr

Kommentare (3)

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wills

09.07.2012, 17:11 Uhr

Müller greift an. Danone verteidigt die Stellung. Nochmals Deutsche gegen Französen: Schlachtplatz Amerika.

Try

09.07.2012, 18:34 Uhr

Dreck wie Aspartam in allen möglichen Getränken von Müller Milch ist sicher NICHT GESUND! Andere Hersteller sind da schon bedeutend weiter ... und müssen nicht mit Subventionsbetrug arbeiten, um am Markt zu bestehen.

Account gelöscht!

13.07.2012, 13:38 Uhr

Mit gentechnikverseuchtem Joghurt & Co macht Müller die schwergewichtigen Amis auch nicht gesünder. Man sollte das Zeug auch hier in Deutschland nicht kaufen!

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