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18.01.2005

21:45 Uhr

Korridor von 28 bis 42 Stunden angestrebt

Opel-Chef will Arbeitszeiten anpassen

Zur Sanierung des angeschlagenen Autokonzerns Opel will die Unternehmensführung einem Zeitungsbericht zufolge deutlich flexiblere Arbeitszeiten durchsetzen.

HB FRANKFURT. Ein Korridor von 28 bis 42 Stunden wäre ein guter Rahmen, zitierte die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ Opel-Chef Hans Demant vorab aus ihrer Ausgabe von Mittwoch. Bezahlt werden solle aber auf einer Basis von 35 Stunden. Die Arbeitszeit solle der jeweiligen Konjunktur angepasst werden. „Die tarifliche Regelarbeitszeit stellen wir aber nicht in Frage“, ergänzte Demant. Bei Opel wollen Vorstand und Betriebsrat am Donnerstag über die weitere Umsetzung eines im Dezember ausgehandelten Sparprogramms verhandeln. Hauptthema ist dabei der Abbau übertariflicher Zahlungen. Insgesamt wollen Opel und der US-Mutterkonzern General Motors(GM) die übertariflichen Leistungen bei Opel um 20 % senken.

Der Opel-Betriebsrat hatte in der Vergangenheit bereits signalisiert, dass die Belegschaft zu Zugeständnissen bei übertariflichen Leistungen bereit sei. „Wir sind bereit, unseren Arbeitszeitkorridor auf 30 bis 40 Stunden die Woche zu erweitern“, hatte Betriebsratchef Klaus Franz im November gesagt. Dabei sei ein Lohn auf Basis einer 35-Stunden-Woche im Rahmen des Tarifvertrags. Voraussetzung sind allerdings Zusagen des Konzerns zur Sicherung der deutschen Standorte. Das wäre beispielsweise der Zuschlag für das Stammwerk Rüsselsheim, künftig die Mittelklasse für GM zu bauen.

Der unter anderem durch die hohen Verluste seines Europageschäfts und seiner deutschen Tochter Adam Opel belastete US-Autokonzern General Motors hat eine Schmälerung seines Ergebnisses im vierten Quartal durch hohe Abschreibungen angekündigt. Den Bericht über die drei Monate will GM am Mittwoch veröffentlichen.

Nach Steuern werde das Quartalsergebnis mit 597 Mill. Dollar oder 1,06 Dollar je Aktie belastet, sagte ein GM-Sprecher am Dienstag in Detroit. Dem stünden jedoch Einmal-Gewinne gegenüber, die höher seien als die Belastungen. Abgeschrieben habe der weltgrößte Autokonzern unter anderem die verbliebenen 220 Mill. Dollar vor, beziehungsweise 136 Mill. Dollar nach Steuern seiner Investition in den angeschlagenen Auto-Bereich des italienischen Fiat-Konzerns.

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