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20.07.2011

18:56 Uhr

Korruption

Griechenland will 200 Millionen von Siemens

ExklusivDer Schmiergeldskandal ist beendet, doch durch die Haushaltskrise in Griechenland kocht er wieder hoch: Die Athener Regierung schickt einen Bußgeldbescheid an Siemens. Das wollen sich die Münchner nicht gefallen lassen.

Siemens-Logo an einer Fabrik in Berlin. Quelle: Reuters

Siemens-Logo an einer Fabrik in Berlin.

MünchenDer klamme griechische Staat fordert einen dicken Scheck von Siemens. Nach Informationen des Handelsblatts (Donnerstagsausgabe) will Griechenland in den kommenden Tagen wegen des Schmiergeldskandals einen Bußgeldbescheid über bis zu 200 Millionen Euro an Siemens schicken. Die Münchener sehen laut Unternehmenskreisen keinerlei Grundlage für die Forderung.

Siemens reichte deshalb eine Feststellungsklage bei einem Münchener Gericht ein. Dieses soll bestätigen, dass es keine berechtigten Ansprüche aus Griechenland gibt. Schließlich habe es trotz intensiver Untersuchungen keine gerichtsfesten Belege für Korruptionszahlungen in Griechenland gegeben.

In den vergangenen Monaten hatte es Gespräche zwischen Siemens und Griechenland über eine gütliche Einigung gegeben. Der griechische Staat hat bei Siemens - wie bei etlichen anderen Unternehmen - noch offene Rechnungen in Höhe von etwa 150 Millionen Euro. Siemens erwog, auf einen Teil der Summe zu verzichten, wenn Griechenland dafür seine Forderungen fallen lässt. Die griechische Regierung setzt nun aber auf Konfrontation und will auch noch Schadensersatzforderungen gegenüber Siemens erheben.

Von

ax

Kommentare (21)

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Realo

20.07.2011, 18:56 Uhr

Einfach mit der nächsten Kreditzusage aufrechnen!

MikeM

20.07.2011, 19:48 Uhr

Ja, so sind sie, die Griechen. Korrupt, maßlos und unverschämt! Dreister geht's nimmer!

Account gelöscht!

20.07.2011, 20:42 Uhr

Schmeißt Griechenland aus der EU und sellt alle Zahlungen ein! Wer braucht diesen Pleitestaat?

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