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01.06.2017

19:06 Uhr

Korruption und Bestechung

Atlas Elektronik muss Millionenstrafe zahlen

Die Bremer Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Korruption und Bestechung gegen den Rüstungskonzern Atlas Elektronik. Jetzt wird das Verfahren eingestellt – gegen eine Strafzahlung in Millionenhöhe.

Der Bremer Rüstungskonzern stellt unter anderem U-Boote zur Minenräumung her. Jetzt muss das Unternehmen eine Millionenstrafe zahlen. dpa

Atlas Elektronik

Der Bremer Rüstungskonzern stellt unter anderem U-Boote zur Minenräumung her. Jetzt muss das Unternehmen eine Millionenstrafe zahlen.

BremenIm Zusammenhang mit Korruption und Bestechung bei Waffengeschäften muss der Bremer Rüstungskonzern Atlas Elektronik rund 48 Millionen Euro an die Staatskasse der Hansestadt zahlen. Mit dem von der Staatsanwaltschaft verfügten Betrag werde der Gewinn abgeschöpft, den das Unternehmen als Begünstigter aus diesen Projekten erlangt habe, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Im Gegenzug werden die Ermittlungen gegen das Unternehmen wegen Verdachts der Bestechung und Korruption eingestellt. Eine Geldbuße wurde nicht verhängt.

Die Staatsanwaltschaft hatte seit 2013 gegen Atlas Elektronik wegen Verdachts von Provisionszahlungen an ausländische Amtsträger für Rüstungsgeschäfte ermittelt. So sollen bei dem Verkauf von Sonarsystemen für U-Boote rechtswidrig Zuwendungen an Griechen geflossen sein. Auch im Zusammenhang mit dem Verkauf von Torpedos an die peruanische Marine hat es laut Staatsanwaltschaft illegale Zuwendungen von einem Vermittler von Atlas Elektronik gegeben.

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Die Ermittlungsverfahren gegen insgesamt 17 Verantwortliche der Atlas Elektronik GmbH und deren Mittäter dauerten weiter an, sagte Staatsanwältin Silke Noltensmeier.

Mit der Zahlung werde ein das Unternehmen belastendes Kapitel abgeschlossen, teilte der Sprecher der Atlas-Geschäftsführung, Jens Bodo Koch, mit. In dem Verfahren sei es um den Vorwurf von Regelverstößen im Ausland durch ehemalige Mitarbeiter gegangen. Die damaligen Einnahmen von Atlas seien ungerechtfertigt gewesen, weil ehemalige Verantwortliche durch fahrlässiges Verhalten ihrer Aufsichtspflicht zur Verhinderung von Regelverstößen im Ausland nicht nachgekommen seien. Koch: „Mit unserer verbesserten Compliance-Kultur stehen wir für die strikte Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben.“

Von

dpa

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